LR Bgm. Knotzer: Traiskirchen: Zunehmende Schwierigkeiten bei Rettungseinsätzen

Überbesetztes Flüchtlingslager stellt Traiskirchner Arbeitersamariterbund vor immer größere Probleme - Knotzer fordert zusätzliche Zivildiener

St. Pölten, (SPI) - In einem Schreiben an Innenminister Ernst Strasser stellt Traiskirchens Bürgermeister LR Fritz Knotzer dem Innenminister die Rute ins Fenster. "Die Versorgungssicherheit für die Traiskirchner Bevölkerung bei Rettungseinsätzen ist zunehmend schwieriger zu garantieren, das überbesetzte Flüchtlingslager stellt uns vor immer größere Probleme. Wenn wir nicht vier zusätzliche Zivildiener für die Rettungsstelle Traiskirchen bekommen, können wir den Rettungsbetrieb für das Flüchtlingslager nicht mehr aufrechterhalten. Immer öfter sind wir mit unserem einzigen Bereitschaftsfahrzeug die ganze Nacht für das Lager unterwegs. Wenn in Traiskirchen ein Notfall auftritt, schaffen wir es nur unter den größten Schwierigkeiten, zusätzliche Freiwillige einfach überraschend ‚aus den Betten zu holen‘, um einen weiteren Rettungswagen personell ausstatten zu können. So kann es nicht weitergehen, die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung muss Vorrang genießen", so Bgm. Knotzer.****

Die jüngsten Vorfälle im Flüchtlingslager untermauern diese Probleme. Erst gestern war der ASBÖ wegen eines Vorfalls mit einer ungarischen Staatsbürgerin von 10 Uhr abends bis 9 Uhr vormittags unterwegs. Erst kürzlich kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen Flüchtlingen unterschiedlicher Nationalitäten, für die Versorgung der Verletzten, insgesamt 14 Personen, musste der ASBÖ ein Rettungsfahrzeug die ganz Nacht abstellen. "Abgesehen davon, dass uns diese Einsätze niemand bezahlt, sehen wir uns seitens der Rettungsstelle außerstande, weiterhin eine derartige Überforderung seitens des Flüchtlingslagers hinzunehmen. Wenn Innenminister Strasser vier zusätzliche Zivildiener für den ASBÖ Traiskirchen bereitstellt, können wir zumindest ein zweites Rettungsfahrzeug in Bereitschaft halten, was eine Versorgung der Bevölkerung sicherstellt. Ich stelle aber klar, dass der ASBÖ Traiskirchen keinesfalls bereit ist, für die notwendigen Zivildiener zusätzliche Kosten auf sich zu nehmen. Es kann ja nicht sein, dass uns der Innenminister die Zivildiener wegkürzt, er seine Sparmaßnahmen ausschließlich auf die Rettungsorganisationen, die Gemeinden und die Bevölkerung abwälzt, und wir die Schwierigkeiten auszubaden haben, damit Strasser als neuer ‚Sparefroh‘ dasteht", so Bgm. LR Knotzer.
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