Peter Radel regt Einsparung des Finanzchefs der Salzburger Festspiele an.

Georg Springer ist überzeugt, daß Helga Rabl-Stadler zur Finanzchefin in Salzburg befähigt wäre.

Wien (OTS) - Wie er im Gespräch mit FORMAT bestätigt, schrieb Peter Radel, ehemaliger Finanzchef des ORF und derzeit Kuratoriumsmitglied der Salzburger Festspiele, seinen Salzburger Kollegen einen Brief mit brisantem Inhalt. Darin regt Radel im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Hans Landesmann (2001) eine Debatte über die Möglichkeit der Einsparung eines eigenen Festspiel-Fiananzchefs an. Radel zu FORMAT: "Ich finde, daß die Fixkosten in Salzburg sehr hoch sind. Und daß die Festspiele unter Sparzwang stehen, ist ja bekannt. Deshalb schlage ich vor, man möge sich doch überlegen, bei den Fixkosten anzusetzen. Und eine gute Gelegenheit ist so eine Besetzung. Wie man das macht, ob man dann diesen Posten auf zwei oder drei schon vorhandene Leute im Haus aufteilt, muß man natürlich erst mit den Kollegen im Kuratorium diskutieren."

Auch Kuratoriumsmitglied und Bundestheaterchef Georg Springer ist für die Einsparung: "Ich sehe überhaupt keine Notwendigkeit, außer aus parteipolitischem Kalkül, neben den Intendanten und die Präsidentin der Festspiele einen eigenen Finanzchef einzubauen. Was ich viel wichtiger fände, wäre - als Ergänzung für den erweiterten Tätigkeitsbereich der Präsidentin - ein zusätzlicher Profi für die Sponsoring-Suche. Jede andere Lösung wäre nur kostspielig und hypertroph."

Daß Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler zur Finanzchefin durchaus befähigt wäre, bekräftigt Springer: "Der gegen Rabl-Stadler gerichtete Sager von Bürgermeister Schaden - die Festspiele wären nicht so leicht zu führen wie eine Boutique - war, um in der Sprache der Mode zu bleiben, wirklich unter jeder Taille. Aber das hat ja schon vor ein paar Jahren begonnen, als der Herr Staatsoperndirektor mit Geschmacklosigkeiten dieser Art munter unterwegs war. Vor allem kommt es doch darauf an, über welche Mitarbeiter man in so einem Job verfügt. Man soll doch jetzt bitte nicht so tun, als ob der Finanzchef von Salzburg die Welt neu erfinden müßte."

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