Hapag-Llyod Airbus hatte bereits vor Unglücksflug Fahrwerkprobleme

Wenige Tage vor der Notlandung rann Hydraulikflüssigkeit aus

Wien (OTS) - Die Rekonstruktion von Unglücksflug HF 3378 ergibt:
Der auf Kreta gestartete Airbus von Hapag-Llyod, der am 12. Juli mit leerem Tank und defektem Fahrwerk am Flughafen Wien-Schwechat notlanden mußte, hatte schon zuvor massive Probleme mit dem Fahrwerk. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Erst wenige Tage vor dem Crash mußten Techniker der Fluglinie ein Leck am Fahrwerk flicken, aus dem Hydraulikflüssigkeit ausgetreten war. Diese Information geht aus dem "Tech-Log", dem Wartungsheft des Airbusses, hervor und wird von Günther Raicher, dem Chef der Flugunfallkommission, bestätigt.

Zudem ergaben FORMAT-Recherchen, daß der Kapitän des Hapag-Llyod-Airbusses sein Fahrwerkproblem nur der Dependance seiner Fluglinie in Heraklion, aber keiner Luftfahrbehörde mitteilte. Alekos Panayotopoulos vom Flughaften Kreta-Chania bestätigt: "Die Crew hat in dieser Angelegenheit nur auf einer firmeninternen Funkfrequenz kommuniziert."

Die griechische Luftfahrtsbehörde hat nun eine eigene Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Weiters berichtet FORMAT, daß die beiden Piloten im Cockpit laut Voicerecorder zwar über eine Notlandung in Zagreb oder Graz diskutierten, die Idee jedoch verwarfen. Der Grund: Laut Raicher habe sich der Pilot für Schwechat entschieden, weil er diesen Flughafen einfach besser kenne.

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