GRÜNEWALD: ABSCHAFFUNG FAMILIENBEIHILFE - BLANKER ZYNISMUS Grüne: Bildungspolitische Heuchelei der Bundesregierung

Wien (OTS) "Es ist ein Faktum, dass bei zunehmenden Studienkosten der Zugang von Kindern aus Familien des unteren und mittleren Einkommensdrittels zur Universität rückläufig wird. Davon sind einmal mehr überproportional Frauen betroffen. Die Absicht der Bundesregierung, die Familienbeihilfe für Eltern von Studierenden zu streichen, demaskiert die ganze bildungspolitische Heuchelei. Es ist anzunehmen, dass der Ministermillionär und Industrielle Bartenstein wenig Ahnung über die angespannten
Verhältnisse von Familien mit studierenden Kindern hat, aber als halber Sozialminister sollte er mittlerweilen ein höheres soziales Sensorium haben", erklärt der Wissenschaftssprecher der Grünen, Prof. Kurt Grünewald.

Tatsache sei, so Grünewald, daß der Anteil von AkademikerInnen und ForscherInnen an den Erwerbstätigen in Österreich unterdurchschnittlich ist. Tatsache ist weiters, dass weniger als 13 Prozent der Sudierenden Beihilfen bekommen und fast 20 Prozent der Studierenden in ökonomischer Not leben. Dreiviertel der Studierenden ist gezwungen, erläutert der Wissenschaftssprecher, während des Studiums zu arbeiten. "Die öffentlichen Kosten pro StudentIn ist in den letzten Jahren gesunken, während der private Finanzierungsanteil laufend zugenommen hat. Wenn
Vertreter der Industrie, wie Minister Bartenstein, erklären,
Eltern müßten in Zukunft bereit sein, größere finanzielle Opfer für die Ausbildung ihrer Kinder zu bringen, ist das blanker Zynismus", so Grünewald. "Die Sorgen Bartensteins sind es jedenfalls nicht", meint Abg. Grünewald, der diese Debatte als
Vorbote von verschärften Sozialabbaumaßnahmen der Regierung im Rahmen von deren Sozial-Crash-Kurses zur Budgetsanierung bezeichnet. "Diese Politik ist nicht nur asozial sondern bildungspolitisch dumm und kurzsichtig", schließt Grünewald.

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