ARMUTSKONFERENZ: Bisherige Expertenkomission zur "Treffsicherheit" aufgelöst

Vorschläge der Experten wie Sozialhilfereform und international übliche Besteuerung von Vermögen verschwiegen. Schenk: "Wir müssen uns noch stärker als Lobby für die wachsende Zahl derer engagieren,die keine Stimme haben und deren Interessen permanent übergangen werden.

Wien (OTS) - "Die Komission, an der Experten der caritativen Organisationen, Schuldnerberatung, Frauenvereine und Behindertenverbände teilgenommen haben, wurde von der Regierung aufgelöst. Die Vorschläge zahlreicher Experten für eine bundeseinheitliche Sozialhilfe und die Anpassung des Steuersystems an international übliche Einbeziehung von Vermögen wurden verschwiegen", so der Sozialexperte Martin Schenk, der an der Expertenkomission teilgenommen hatte.

Im Papier der Experten wird für die Etablierung sozialer Standards in der Sozialhilfe argumentiert; Vorschläge zu einem Mindestarbeitslosengeld gemacht; die Verbesserung der Situation von Frauen mit Kindern, die arm sind trotz Arbeit, verlangt; Wege zur Beseitigung der Integrationshürden für Zuwanderer aufgezeigt und auf die Lücke "extramuraler" sozialer Dienste für psychisch Kranke hingewiesen.

"Wir müssen uns noch stärker als Lobby für die wachsende Zahl derer engagieren, die keine Stimme haben und deren Interessen permanent übergangen werden. Meine Erfahrung der letzen Wochen ist", so Schenk: "Je mehr über Treffsicherheit gesprochen wird, desto weniger ist Armutsbekämpfung ein Thema."

Das höchste Armutsrisiko betrifft Zuwanderer, Erwerbslose und Alleinerzieherinnen.

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