ARBÖ: Achtung vor legalen "Geisterradlern"

Wien (ARBÖ) - Radfahrer sind aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Manche flitzen den anderen Verkehrsteilnehmern nur so "um die Ohren", bis es - im schlimmsten Fall - kracht. Vor allem
die Möglichkeit, Radfahrern in Einbahnstraßen das Fahren in entgegengesetzer Richtung zu gestatten, oder ein Radweg in einer Einbahnstraße, der in beide Richtungen befahren werden kann, birgt ein großes Gefahrenpotential. Der ARBÖ appelliert zu mehr Vor- und Rücksicht.

Das gesamte Wiener Radwegenetz umfasst rund 800 km, dies entspricht in etwa einer Strecke von Wien nach Rimini. Gemäß MA 46 der Stadt Wien, verlaufen 13,9 Prozent der Wiener Radwege in Einbahnen. Der ARBÖ appelliert an Autolenker und Radfahrer, besonders bei Radwegen in Einbahnstraßen mit besondere Vorsicht walten zu lassen. Denn gerade hier rechnen Autolenker beim
Einbiegen nicht mit aus der entgegengesetzten Richtung kommenden Radfahrern.

ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert: "Der Oberste Gerichtshof stellte fest, dass ein einziger, also nur auf einer Seite einer Straße angelegter Radweg unter Beachtung des Rechtsfahrgebotes in beiden Richtungen befahren werden darf. Dies gilt auch dann, wenn der Radweg neben einer Einbahnstraße geführt wird." Wurde eine Ausnahme für Radfahrer in einer Einbahnstraße vorgesehen, gibt es Leit- oder Sperrlinien, die zur Trennung der entgegen der Einbahnstraße fahrenden Radfahrer vorgesehen sind.
Die ARBÖ-Verkehrsjuristin weiter: "Wohl dürfen nur die entgegen der Fahrtrichtung fahrenden Radfahrer diesen so getrennten Fahrstreifen benutzen, aber auch hier muss ein Autofahrer beim Einbiegen vorsichtig sein."

Autofahrer sollten grundsätzlich auf Radfahrer als schwächere Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen. Allerdings gelten natürlich auch für die Radfahrer die derzeit geltenden Vorschriften. Der ARBÖ appelliert an die Pedalritter, die auf Radwegen gegen die Einbahn unterwegs sind, sich besonders aufmerksam dem Kreuzungsbereich zu nähern.

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