AKNÖ: Dubioses Gewinnspiel in Niederösterreich!

IVH verspricht Gewinne in Höhe von mehreren hunderttausend Schilling

Wien (OTS).- Das nächste dubiose Gewinnspiel geistert durch Niederösterreich. Die Firma IVH verschickt seit mehreren Wochen Schreiben an KonsumentInnen, in denen saftige Gewinne versprochen werden. Da es sich bei der Firma IVH um ein der AKNÖ schon seit langem bekanntes Versandunternehmen handelt, das auch unter anderen Namen (EVD, Europa Warenversand, Friedrich Müller, Paraholding usw.) bereits seit Jahren derartig zweifelhafte Gewinnspiele durchführt, warnen die Konsumentenschützer nachdrücklich vor einer Teilnahme.

Die Vorgangsweise der Firma IVH ist äußerst zweifelhaft. Zunächst muss man unter der gebührenpflichtigen Mehrwertnummer (vergleichbar mit den Nummern der Sexhotlines) 0900/950621 anrufen, was satte 24,80 Schilling pro Minute kostet. Dadurch gelangt man auf ein Tonband, wo 2 Minuten lang die Firma IVH vorgestellt wird. Nach ca. 6 Minuten hat man erstmals die Möglichkeit, mittels Telefontastatur seine persönliche Gewinnnummer einzugeben. Negatives Resultat für den Konsumenten: ein trockenes "leider nein". Positiv für die Firma IVH:
Man hat zu diesem Zeitpunkt bereits rund 150 Schilling vertelefoniert.

Quasi zum "Trost" gibt es dann aber noch eine Chance. Es geht um einen Ring, den man gewinnt, wenn man zwei simple Fragen beantworten kann (zB "Finden die Salzburger Festspiele in Österreich oder Frankreich statt?", "Befindet sich das Hotel Sacher in Wien?"). Haken an der Sache: Man hat dann schon ca. 8 Minuten telefoniert und 192 Schilling ausgegeben. Ob, wann und welchen Ring man bekommt, bleibt völlig offen. Hat man dann aber noch immer nicht genug, besteht die Möglichkeit, sich auf ein Tonband des Hellsehers Hannussen weiterzuwählen, der einem gute Ratschläge für den Alltag gibt. Und die Telefongebühren laufen kräftig weiter...

30 Tage lang dauert das Gewinnspiel, Tagesgewinne von 7.000 bis 24.500 Schilling werden versprochen. Für alle, die durchhalten und jeden Tag fleißig mitspielen, winkt am Ende eine Parisreise. Was viele dabei übersehen: Der persönliche Verlust durchs Telefonieren beläuft sich bis dahin bereits auf ca. 6000 Schilling. "Und dafür kann man wohl ohne Gewinnspiel auch nach Paris fliegen", so Hannelore Voit von der AKNÖ-Konsumentenberatung.

Voit hat außerdem aufgedeckt, dass jene Menschen, die im Schreiben der Fa. IVH als angebliche Gewinner abgebildet werden, genau die selben Gesichter sind, die schon im Vorjahr bei der Fa. Europa-Versand als Glückspilze aufgetaucht sind.

Der abschließende Tipp der Konsumentenberater an besorgte Konsumenten: grundsätzlich nicht leichtgläubig sein und vorschnell auf Gewinnzusagen hineinfallen. Hannelore Voit: "Falls man trotzdem an einem derartigen Gewinnspiel teilnehmen will, sollte man den Text und die Teilnahmebedingungen nicht nur einmal, sondern einige Male überprüfen. Diese sind aber leider oft sehr schwer zu finden und meist auf der Innenseite des Kuverts oder auf der Rückseite der Gewinn-Schecks abgedruckt."

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