Der Generali-Tipp in der Urlaubszeit: Schlafen auf der Rückbank eines Fahrzeuges kann zum teueren Spaß werden

Wien (OTS) - Lange Fahrten im Urlaub verleiten Beifahrer oft zu einer lässigen Sitzposition im Auto. Welche Gefahren und Folgen jedoch damit verbunden sind, verdeutlicht dieses Beispiel:

Der Kläger Herbert B. lag im Auto des Beklagten auf der Rückbank und wurde in Folge eines Aufpralles des Kfz an eine Hausmauer mit dem Gesicht gegen die Hinterkante der Sitze geschleudert. Dabei erlitt er Verletzungen im Gesicht, die vermieden worden wären, wenn er angeschnallt gewesen wäre. "Das Erstgericht beurteilte das Mitverschulden des Klägers mit 20%, das Berufungsgericht sogar mit 25%", zitiert Dr. Erik Eybl, Leiter der Schadenabteilung der Generali Versicherung, das Rechtsurteil. "Wäre der Verunfallte angegurtet gewesen, hätte er nicht auf ein Viertel des Schmerzengeldes verzichten müssen", gibt Dr. Eybl zu bedenken - wie in letzter Instanz schließlich auch der Oberste Gerichtshof entschied.

Folgende Grundsätze in Bezug auf die Gurtenpflicht sind daher gemäß dem OGH zu beachten:

1. Die Beweislast für das Vorliegen der Voraussetzungen der Gurtenanlegepflicht trifft den Schädiger.

2. Voraussetzung der Gurtenpflicht ist unter anderem, dass der Sitzplatz mit einem Gurt ausgerüstet ist.

3. Sind die Sitzplätze in einem Kfz nur teilweise mit funktionierenden Sitzgurten ausgestattet, so hat der Mitfahrer einen gesicherten Sitzplatz zu wählen, sofern ein solcher noch frei ist.

4. Ein Mitfahrer, der sich nicht auf den mit einem funktionierenden Sicherheitsgurt ausgestatteten Beifahrersitz setzt, sondern es vorzieht, sich auf die Rückbank zu legen, die nicht mit Gurten ausgestattet ist, begeht eine Sorglosigkeit in eigenen Angelegenheiten. Das Schmerzengeld des Mitfahrers wird in einem solchen Fall um ein Viertel gekürzt.

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