Sherritt International weist Behauptungen der Deutschen Bank zurück und widersetzt sich entschieden den Versuchen der Deutschen Bank, den Treuhandvertrag außer Kraft zu setzen / Teil III von III

Auszüge aus der eidesstattlichen Erklärung von Scott Leckie

Es folgen Auszüge aus der eidesstattlichen Erklärung von Scott Leckie. Hr. Leckie ist der Gründer, Vizepräsident und Finanzleiter der MMI Group Inc. (MMI), einem Wertpapierhändler mit Sitz in Toronto, der unter anderem das Vermögen von privaten Investoren verwaltet. MMI verwaltet ca. 200 Millionen US-Dollar, und Hr. Leckie ist für einen beträchtlichen Teil dieser Summe verantwortlich. Er arbeitet sowohl mit herkömmlichen Portfolios als auch mit Hedge-Geschäften. Er ist seit mehr als 15 Jahren im Investmentsektor tätig und ist mit den verschiedensten Arten der Vermögensverwaltung vertraut, dazu gehören auch Shortverkäufe und das Hedging mit Wandelanleihen. Im Verlaufe seiner Karriere hat er Sicherungsgeschäfte mit ungefähr 75 verschiedenen Wandelanleihen in Kanada und den Vereinigten Staaten abgeschlossen.

In seiner eidesstattlichen Erklärung gibt Hr. Leckie an, dass er die Ansichten der Deutschen Bank Canada gegenüber den Initiativen seitens Sherritt keinesfalls teilt:

- "Zum Hedging gehört eine gewisse Kombination von Anleihenkauf und Leerverkauf von Aktien, in die die Anleihen umgewandelt werden können. Das durch den Leerverkauf erhaltene Geld wird für die Bezahlung eines Teils der Anleihen verwendet. Das ermöglicht es dem Hedger, mit nur geringem Kapitalaufwand Zinszahlungen auf die Anleihen zu erhalten... Mit Hedging kann man sozusagen eine Hebelwirkung erzeugen, indem man mit geringem Kapitaleinsatz einen großen Gewinn erzielt."

- "Während Dividendenzahlungen für Aktionäre und Obligationäre im Allgemeinen etwas Positives bedeuten, sind diese für den Hedger fast immer von Nachteil, da dieser die betreffenden Aktien leer verkauft hat und deshalb den Dividendenbetrag dem Darlehensgeber des von ihm leer verkauften Aktienpakets erstatten muss. Das schmälert den Gewinn des Hedgers. ...Die Deutsche Bank ... befindet sich in einer völlig anderen Lage und hat im Vergleich zu allen anderen Aktionären und Obligationären von Sherritt potenziell gänzlich anders gelagerte Interessen in bezug auf die neue Dividendenpolitik von Sherritt."

- ".... Durch den Leerverkauf von Sherritt-Aktien hat die Deutsche Bank mögliche Vorteile aus einem Kursanstieg erheblich eingeschränkt. Bei jeder leer verkauften Sherritt-Aktie hat man sich gegen die Vorteile eines Kursanstiegs abgesichert. Tatsächlich wäre die Deutsche Bank durch den Leerverkauf der Aktien gut positioniert, um bei fallendem Aktienkurs kräftige Gewinne einzufahren."

- "Die Deutsche Bank charakterisiert bestimmte Aussagen seitens Sherritt im Emissionsprospekt und in der anschließenden Veröffentlichung hinsichtlich der Ziele und Dividendenpolitik als "Zusagen". Ich habe diese Aussagen nicht als "Zusagen" -- vorausschauende Verpflichtungen -- betrachtet, sondern vielmehr als Tatsachenbehauptungen in bezug auf die Dividendenpolitik und Ziele von Sherritt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

- "...Bei Sherritt scheint man das zu tun, was man immer getan hat: man sucht nach Investitionsmöglichkeiten in Kuba und andernorts, die eine akzeptable Rendite bei akzeptablen Risikofaktoren bietet. Die Deutsche Bank beklagt, dass Sherritt die verfügbaren finanziellen Mittel nicht sofort investiert. Als Anteilseigner von Sherritt glaube ich nicht, dass dieser Vorwurf einer näheren Betrachtung standhält. Es liegt nicht im Interesse der Investoren von Sherritt, dass das Unternehmen in Projekte von geringerer Qualität investiert, nur um seine Barbestände abzubauen."

- "Was die Behauptung anbelangt, dass die Zahlung einer Dividende durch Sherritt de facto die Aufgabe der Wachstumsstrategie bedeutet, so stimme ich dem nicht zu. Die Dividendenzahlung ist ein anerkanntes und wirksames Instrument, wenn man versuchen möchte, den Aktienkurs zu steigern. Die Sherritt-Aktien werden mit einem sehr niedrigen Kursgewinn-Verhältnis gehandelt. In der Regel werden Aktien mit einem niedrigen KGV gehandelt, wenn der Markt nicht daran glaubt, dass sich die Gewinne nicht nachhaltig positiv entwickeln werden. Die Entscheidung über eine Dividendenzahlung ist ein Signal an den Markt, dass das Management davon überzeugt ist, das erreichte Gewinniveau halten zu können."

- "..... Ein short-selling Hedger muß die Dividende an die Person zahlen, von der er die Aktien geliehen hat. Das kann die Rendite des short-selling Hedgers beträchtlich schmälern, wenn nicht sogar eine negative Bilanz für diesen bedeuten."

- "Alle drei eidesstattlich Erklärenden der Deutschen Bank behaupten, dass Sherritt "das Geld der Obligationäre" für die Zahlung der Dividende verwendet. Diese Aussage ist falsch und irreführend, soweit ich das als Experte im Investmentsektor beurteilen kann... Die Gewinne und der Cashflow von Sherritt übersteigen bei weitem den Betrag, der für die Dividendenzahlung verwendet wird."

- "Der Behauptung der Deutschen Bank, dass die Maßnahmen seitens Sherritt dazu führen werden, dass durch den Anleihenwandlungskurs die Zahl der gehandelten Aktien zurückgehen wird, stimme ich nicht zu. Ich begrüße diese Maßnahmen, weil ich der Auffassung bin, dass diese eine Wertsteigerung sowohl bei den Aktien als auch bei den Anleihen bewirken werden."

- "Die Deutsche Bank behauptet, dass die Dividendenpolitik von Sherritt in Verbindung mit dem Rückkauf von Anleihen im Wert von 25 Millionen US-Dollar pro Quartal Grund zu der Befürchtung gibt, dass Sherritt nicht in der Lage sein wird, seine Anleihen bei Fälligkeit in bar zurück zu zahlen. ...Im Gegenteil, die Strategie des Anleihenrückkaufs wird die Fähigkeit von Sherritt, die Anleihen bei Fälligkeit bar zurück zu zahlen, nicht schwächen, sondern eher stärken."

- "Ich unterstütze nochmals die jüngsten Initiativen seitens Sherritt, weil ich davon ausgehe, dass diese einen Anstieg des Aktienkurses und somit auch Vorteile für die Obligationäre bewirken."

Auszüge aus der eidesstattlichen Erklärung von H. Garfield Emerson

Es folgen Auszüge aus der eidesstattlichen Erklärung von H. Garfield Emerson. Hr. Emerson ist Präsident und CEO von NM Rothschild & Sons Canada Ltd. Bevor er 1990 zu Rothschild kam, war er Rechtsanwalt und Partner der Anwaltskanzlei Davies, Ward & Beck in Toronto, wo er auf den Gebieten Wirtschafts- und Wertpapierrecht tätig war. Während dieser Tätigkeit vertrat er Emittenten und Emissionsbanken von schuldrechtlichen Wertpapieren und Anteilspapieren. Hr. Emerson war im Board of Directors von zahlreichen Publikumsgesellschaften, die Anteilspapiere und schuldrechtliche Wertpapiere aus öffentlichen Mitteln finanziert haben. Er war außerdem Berater der Börsenaufsicht von Ontario.

- "Sollte die Deutsche Bank die von ihr dargelegten Erwartungen tatsächlich gehegt haben, so waren diese Erwartungen meiner Meinung nach nicht realistisch, insbesondere für einen Investor mit der Erfahrung und dem Entwicklungsstand der Deutschen Bank."

- "Für Marktteilnehmer in Kanada gilt bzw. diese gehen davon aus, dass ohne eine ausdrückliche vertragliche oder unternehmensspezifische Einschränkung des Rechts auf den Beschluß und die Zahlung einer Dividende auf Stammaktien der Board of Directors eines Unternehmens in Ausübung seiner treuhänderischen Verpflichtungen selbst nach der Aussage, dass eine Dividendenzahlung auf Stammaktien nicht beabsichtigt ist, die Zahlung einer Dividende auf Stammaktien künftig beschließen, beenden, erhöhen oder reduzieren kann, sofern dies die Geschäftssituation des Unternehmens, die Ergebnisse ihrer Geschäftstätigkeit oder die Zukunftsaussichten erfordern."

- "...Im Emissionsprospekt von 1996 wurden die Käufer von Anleihen über die finanziellen und geschäftlichen Risiken einer Beteiligung an Sherritt aufgeklärt, unter anderem über die vielen Faktoren, auf die Sherritt keinen Einfluß hat und deren Auswirkungen nicht genau abgeschätzt oder vorhergesehen werden konnte, und die den Wert und die Bestandsfestigkeit der damaligen von Sherrit getätigten und beabsichtigten Investitionen sowie die Strategie in bezug auf Kuba wesentlich und negativ beeinflussen könnten."

- "Ich glaube, dass Investoren sowohl überrascht als auch besorgt über den Vorschlag wären, dass es einem Board of Directors nicht gestattet ist, seine Geschäftspolitik, Ziele und Strategien zu ändern, um veränderten Geschäftsbedingungen Rechnung zu tragen, weil eine Klausel in einem Anleihevertrag eine solche Änderung ausschließt. Das trifft insbesondere für einen Emittenten wie Sherritt zu, dessen Geschäft gemäß den Aussagen im 1996er Emissionsprospekt mit einem relativ hohen Risikograd behaftet ist durch Faktoren, die außerhalb der Einflusssphäre des Unternehmens liegen. In einem solchen Fall ist es von besonderer Bedeutung, dass der Board of Directors des Unternehmens über die notwendige Entscheidungsfreiheit verfügt, um bei der Ausübung seiner treuhänderischen Pflichten den ihm zur Verfügung stehenden Ermessensspielraum auszuschöpfen und somit auf Veränderungen Geschäftsumfeld reagieren zu können."

- "Wenn man den Anleihenvertrag liest, stellt man fest, dass dieser nicht nur keinerlei einschränkende oder negative Klauseln enthält, die Sherritt daran hindern oder deren Möglichkeiten einschränken, Dividendenzahlungen auf Aktien zu beschließen, solange Zinsen auf die Anleihen bar bezahlt werden. Im Vertrag werden ausdrücklich die Auswirkungen des Beschlusses einer Dividendenzahlung auf die Aktien in Betracht gezogen und geregelt. Aus der Überprüfung des Anleihevertrages oder der Zusammenfassung der Bestimmungen des Anleihevertrages im Emissionsprospekt von 1996 kann keiner ernsthaft darauf schließen, dass Sherritt zugesagt hat, keine Dividende auf die Aktien zu zahlen, solange sich die Anleihen im Umlauf befinden."

- "...Ein Inhaber von Sherritt-Wertpapieren, also auch ein Inhaber von Anleihen, erwartet, dass der Board of Directors von Sherritt im Falle einer Änderung der Geschäftssituation dahingehend, dass die Geschäftspolitik und Anlagestrategie von Sherritt gemäß Emissionsprospekt nicht länger den Interessen des Unternehmens dienen, in Ausübung seiner treuhänderischen Pflichten im Interesse des Unternehmens die entsprechenden Maßnahmen zum Schutz des Unternehmens einleitet..."

- "...Bei einem Käufer von Sherritt-Wertpapieren, insbesondere von ungesicherten und stark nachgeordneten Anleihen, würde man in der Regel davon ausgehen, dass dieser Verständnis dafür aufbringt, dass der Board of Directors im Interesse des Unternehmens und unter Ausschöpfung seines Ermessensspielraums realistischerweise zu der Entscheidung gelangt, dass es erforderlich ist, die Geschäftspolitik, die Dividendenpolitik und die Anlagestrategie von Sherritt zu ändern..."

- "...Sollten die Käufer von Anleihen den Wunsch haben, sich gegen die Entscheidung des Board of Directors von Sherritt zu schützen, die im Emissionsprospekt von 1996 dargelegte Anlagestrategie und Dividendenpolitik zu ändern, so ist ein solcher Schutz in den Bedingungen des Treuhandvertrages enthalten."

Über die Sherritt International Corporation

Die Sherritt International Corporation, gegründet 1995, ist eine im Streubesitz befindliche kanadische Publikumsgesellschaft mit Sitz in Toronto, Ontario. Die Kapitalgesellschaft ist in Kanada, der Republik Kuba und weltweit tätig. Die Wurzeln des Unternehmens gehen zurück in das Jahr 1927, als die damalige Sherritt Gordon Mines Limited mit dem Ziel des Abbaus von Bodenschätzen in Kanada ins Leben gerufen wurde. Das Unternehmen entwickelte sich zu einem führenden Innovator der Bergbauindustrie und ließ ein hydrometallurgisches Erzverarbeitungsverfahren patentrechtlich schützen, dass jahrzehntelang weltweit genutzt wurde.

Heute hält Sherritt International eine 50-prozentige Beteiligung an einem weltweit operierenden, vertikal verflochtenen Nickel-/Kobalt-Joint Venture, das die Rohstoffe Nickel und Kobalt fördert, verarbeitet, veredelt, vermarktet und weltweit verkauft. Das Metallgeschäft von Sherritt konnte 1999 insgesamt 28.643 Tonnen Nickel-Fertigprodukte und 2.770 Tonnen Kobalt-Fertigprodukte verzeichnen. Der in der Raffinationsanlage von Fort Saskatchewan veredelte Kobalt ist der reinste auf der Welt. Sherritt International ist mit Unterstützung seiner Tochterfirmen weltweit in der Erforschung, Erschließung und Produktion Erdöl- und Erdgasressourcen tätig. Das Unternehmen hält Beteiligungen an Öl- und Gasfirmen in Ländern wie Kuba, Spanien, Italien, Pakistan and Indonesien. Sherritt produziert gegenwärtig ca. 18.000 Barrel Öl pro Tag, das meiste davon in Kuba.

Die Kapitalgesellschaft hält ca. 49,7% der Stammaktien an der Sherritt Power Corporation sowie 75 Millionen US-Dollar vom Darlehensbetrag der Schuldverschreibungen von Sherritt Power. Sherritt Power ist eine unabhängige Publikumsgesellschaft, die für die Finanzierung, den Bau und den Betrieb von Energieerzeugungsanlagen weltweit gegründet wurde. Das Unternehmen ist zu einem Drittel mittelbar an Energas beteiligt, das gegenwärtig über eine installierte Netzleistung von 151 Megawatt in Varadero und Boca de Jaruco, Kuba, verfügt.

Die Kapitalgesellschaft ist einer der Investoren von Cubacel, die über die Mobilfunk-Netzzulassung in Kuba verfügen. Außerdem hält Sherritt Beteiligungen in den Bereichen Sojabohnenverarbeitung, Tourismus und Landwirtschaft in Kuba. Im ersten Quartal 2000 betrug der Reingewinn des Unternehmens 34,7 Millionen US-Dollar oder $ 0,40 pro stimmberechtigter Aktie mit bedingter Dividendenzahlung. Am 31. März 2000 betrug die Summe der Aktiva von Sherritt International 1,4 Milliarden US-Dollar mit einem Anteil an Barvermögen und kurzfristigen Anlagen in Höhe von 396,9 Millionen US-Dollar. Am 15. Juni 2000 zahlte das Unternehmen eine Dividende in Höhe von $ 0,10 pro Aktie und Quartal. Wenn der Rückkauf der 6%-igen ungesicherten und nachgeordneten Wandelanleihen im Darlehenswert von 25 Millionen US-Dollar Mitte Juli 2000 abgeschlossen sein wird, bleiben noch insgesamt 625 Millionen US-Dollar in Form von Sherritt-Wandelanleihen im Umlauf. Die ca. 72,3 Millionen stimmberechtigten Aktien mit bedingter Dividendenzahlung von Sherritt International sowie deren Wandelanleihen werden an der Börse in Toronto unter den Bezeichnungen S und S.DB gehandelt.

ots Originaltext: Sherritt International
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Rückfragen bitte an:
Patrice Merrin Best, Executive Vice President und Chief Operating Officer, Sherritt International Corporation, Tel. +1 (416) 924-4551; oder
Philip Gawith, The Maitland Consultancy Limited, London, U.K.,
Tel. (44 207) 379-5151

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