Sherritt International weist Behauptungen der Deutschen Bank zurück und widersetzt sich entschieden den Versuchen der Deutschen Bank, den Treuhandvertrag außer Kraft zu setzen / Teil II von III

Hintergrundinformationen zum Antragsschreiben

1. Im Dezember 1995 wurde im Zusammenhang mit der Gründung von Sherritt International ein Prospekt herausgegeben, in dem die Strategie, die Anlageziele und die Dividendenpolitik des Unternehmens zu diesem Zeitpunkt dargelegt wurden. Die Strategie war, das gegenwärtige Kuba-Geschäft von Sherritt weiter auszubauen; als Anlageziel wurde der Vermögenszuwachs genannt, der in erster Linie durch Reinvestitionen in das Kuba-Geschäft und dessen Erweiterung sowie durch die Möglichkeit von Aktivitäten in anderen Ländern erzielt werden sollte. Die dargelegte Dividendenpolitik sah so aus, daß keine Dividende auf die stimmberechtigten Aktien mit bedingter Dividendenzahlung gezahlt werden sollte, obwohl die Möglichkeit einer Änderung dieser Politik im Falle einer veränderten Geschäftssituation nicht ausgeschlossen wurde.

2. Der Prospekt enthielt ausgedehnte Darlegungen über die Risiken, mit denen Sherritt konfrontiert ist, und die eine Änderung der Geschäftssituation herbeiführen könnten.

3. Ende 1996 erwog Sherritt eine Reihe von Beteiligungsmöglichkeiten in Kuba. Zu den Bereichen gehörten Zucker, Petroleum, Immobilien und Telekommunikation, die Investitionen im Gesamtwert von über 1 Milliarde US-Dollar hätten erfordern können.

4. Sherritt wollte genügend Kapital zur Verfügung haben, um sich an diesen Projekten zu beteiligen. Das Timing war ebenfalls günstig, denn die Rohstoffpreise waren hoch und das Interesse an den aufstrebenden Märkten im Allgemeinen, und an Kuba im Besonderen, war beträchtlich.

5. Es wurde entschieden, Kapital durch die Emission von Wandelanleihen zu beschaffen, was die Möglichkeit bietet, die erforderlichen Mittel zu weitaus günstigeren Konditionen als durch reine Fremdfinanzierung zu erhalten.

6. Als die Emission am 11. November 1996 bekanntgegeben wurde, war die Nachfrage nach den Anleihen sehr groß. Angesichts einer Nachfrage in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar, wurde das Emissionsvolumen dementsprechend auf 675 Millionen US-Dollar festgesetzt.

7. Die Anleihen wurden gemäß eines Treuhandvertrags ausgegeben. Dieser Vertrag wird zwischen dem Emittenten und einem im Namen der Obligationäre handelnden Treuhänder abgeschlossen und ist das Schlüsseldokument, in dem die Rechte der verschiedenen Parteien festgelegt sind. Die wichtigsten Bestimmungen sind, dass Sherritt die ihm zugeflossenen Mittel für 10 Jahre bis Dezember 2006 zur Verfügung stehen und dafür lediglich Zinsen in Höhe von 6% per annum zu zahlen sind, und dass die Obligationäre das Recht haben, die Anleihen zu einem Preis von 9,50 US-Dollar (Anpassungen vorbehalten) in stimmberechtigte Aktien mit bedingter Dividendenzahlung umzutauschen.

8. Der Anleihevertrag sieht keine Sicherheiten für Obligationäre hinsichtlich des Vermögens von Sherritt vor; er beschränkt nicht die Handlungsfreiheit von Sherritt; es gibt keine Beschränkung in Bezug auf die Zahlung von Dividenden. Es ist sogar beabsichtigt, dass Dividenden gezahlt werden. Das Fehlen jeglicher Beschränkungen war ein grundsätzliches Element für die Kapitalbeschaffung durch Sherritt. Es wäre nie beabsichtigt gewesen, ein Dokument zu unterzeichnen, das Obligationären ein Vetorecht über geschäftliche Entscheidungen gegeben hätte, die vom Board of Directors und vom Management des Unternehmens als notwendig und richtig erachtet werden.

9. Im Zusammenhang mit der Emission der Anleihe wurde im November 1996 ein Emissionsprospekt aufgelegt. Ein Emissionsprospekt ist eine Veröffentlichung von Fakten, während der Treuhandvertrag das Dokument ist, das Zusagen oder Klauseln enthält, an die der Emittent während der gesamten Laufzeit des Wertpapiers gebunden ist. Der Prospekt gibt keine Garantie dafür, dass die veröffentlichten Fakten ihre Gültigkeit behalten oder dass die in ihm genannten Absichten und Strategien sich nicht ändern werden.

10. Alle vorausschauenden Aussagen im Emissionsprospekt von 1996 wurden in gutem Glauben und auf einer vernünftigen Grundlage getroffen. Der Prospekt hat keinerlei Zusagen darüber gemacht, dass niemals Dividenden gezahlt würden; er gab keine Garantien, dass Sherritt einen sofortigen und nachweisbaren Verwendungszweck für die gesamten ihm durch die Emission zugeflossenen Mittel hat; versprach nicht, dass der gesamte Erlös in Kuba investiert würde; machte keine Zusagen, dass sich die Ziele, Geschäftspolitik und Strategien nie ändern würden (im Gegensatz zu den Behauptungen der Deutschen Bank).

11. Die Deutsche Bank behauptet, dass bestimmte "Zusagen" von entscheidender Bedeutung für ihre Entscheidung zum Kauf der Anleihen waren. Sherritt hält entgegen, dass keine dieser angeblichen "Zusagen" im Treuhandvertrag enthalten ist, der die Bedingungen für die Anleihen regelt.

12. Die Deutsche Bank verfolgte eine Hedge-Strategie, die sie in einen generellen Interessenkonflikt mit Aktionären und Obligationären gebracht hat. Sie hatte ein Interesse daran, dass die Sherritt-Aktie eine schlechte Performance zeigte.

13. Eine große bekannte Baisseposition - zwischen 13% und 22% der Sherritt-Aktien - drückte den Aktienpreis. Obwohl sich die fundamentalen Daten von Sherritt bedeutend verbesserten (praktisch eine Verdopplung des Nickel- und des Ölpreises - die wichtigsten Triebkräfte für den Gewinn von Sherritt - von Anfang 1999 bis Anfang 2000), zog der Preis der Sherritt-Aktie nicht mit, der Preis der Anleihe ebenfalls nicht. Der Kursverlauf der Sherritt-Aktie im Jahre 1999 zeigte auch, dass sobald der Aktienpreis auf eine gute Nachricht zu reagieren begann, er sehr bald wieder auf das Ausgangsniveau zurückfiel.

14. Aktionäre und Obligationäre erwarteten vom Unternehmen, dass in dieser Angelegenheit etwas passieren musste. Sherritt zog vier mögliche Initiativen in Erwägung, um eine Wertsteigerung für all seine Anteilseigner zu erzielen: die Einführung einer quartalsweisen Dividendenzahlung auf die Aktien; die Einführung eines Anleihenrückkauf-Programms; die Reduzierung des Grundkapitals an stimmberechtigten Aktien mit bedingter Dividendenzahlung, um künftig mehr Flexibilität zu erreichen; und die Überzeugung von Großanlegern, dass Aktienkreditprogramme, die Short-Verkäufe ermöglichen, ihren eigenen Interessen zuwiderlaufen.

15. Diese Initiativen wurden umgesetzt und hatten Erfolg: der Kurs der Sherritt-Aktie sowie der Wandelanleihe entwickelte sich positiv. Während sie den Interessen der Investoren von Sherritt dienen, können diese Aktivitäten der Deutschen Bank als Arbitrageur und Leerverkäufer möglicherweise Schaden zufügen.

Auszüge aus der eidesstattlichen Erklärung von Ian W. Delaney

Es folgen Auszüge aus der eidesstattlichen Erklärung von Ian W. Delaney, Chairman der Sherritt International Corporation. Er ist auch Chairman von The Westaim Corporation, Dynatec Corporation und Sherritt Power Corporation und Director von zahlreichen Publikumsgesellschaften, wie zum Beispiel der Alberta Energy Company und Co-Steel Inc. Bevor er im September 1990 nach einer erfolgreichen Übernahme der Firma nach einer Proxy-Auseinandersetzung Chairman und CEO der damaligen Sherritt Gordon Limited wurde, war Hr. Delaney über 25 Jahre im Wertpapiergeschäft tätig, wobei er die letzten drei Jahre President und COO von Merrill Lynch Canada war.

- "In diesen Fall ist eines der größten und höchstentwickelten Finanzinstitute der Welt verwickelt, die Deutsche Bank, die mit Hilfe eines Rechtsstreits versucht eine Klausel zu erwirken, die die Zahlung von Dividenden durch Sherritt verhindern soll, was mit der Deutschen Bank vertraglich nie vereinbart wurde und seitens Sherritt niemals akzeptiert worden wäre."

- "...Die Deutsche Bank ist bemüht Schutz zu erlangen gegen Risiken, mit denen sie sich konfrontiert sieht, nachdem sie eine hochspekulative Wette gegen Sherritt abgeschlossen hat, die den Leerverkauf von Sherritt-Aktien als Teil einer komplizierten und riskanten Hedge-Strategie beinhaltet."

- "Bei der Verfolgung dieses Ziels verkennt die Deutsche Bank sowohl:

a) die Eigenschaft, in der sie Klage erhebt, indem sie vorgibt, als Obligationär zu klagen, obwohl sie tatsächlich als Arbitrageur klagt, der Leerverkäufe tätigt; als auch

b) die Art der Aussagen, auf die sie sich angeblich verlassen hat, indem sie die Aussagen von Sherritt in bezug auf deren Dividendenpolitik und Ziele als "Zusagen" beschreibt, und nicht als das, was sie wirklich sind: Tatsachenbehauptungen, die, als sie gemacht wurden, der Wahrheit entsprachen, aber über die Laufzeit der Anleihen Änderungen unterworfen sind, um den veränderten Geschäftsbedingungen und der finanziellen Situation Rechnung zu tragen."

- "Die geschäftlichen Initiativen von Sherritt, die die Deutsche Bank in diesem Verfahren anfechten will, reflektieren die Einschätzung des Board of Directors und des Managements von Sherritt hinsichtlich der Frage, was langfristig den Interessen von Sherritt und deren Anteilseigner insgesamt am besten gerecht wird. Diese Initiativen decken sich völlig mit den gesetzlichen Verpflichtungen von Sherritt gegenüber ihren Obligationären gemäß dem Anleihevertrag, auf dessen Grundlage Sherritt die aus der Anleihenemission zugeflossenen Mittel geliehen hat."

- "Es sollte der Deutschen Bank in der Tat nicht gestattet werden, ein Veto gegen diese Geschäftsinitiativen einzulegen, mit denen der Board of Directors und das Management von Sherritt die langfristigen Interessen des Unternehmens und seiner Anteilseigner insgesamt zu sichern sucht, nur um ihre eigene besondere Hedge-Position infolge ihrer eigenen besonderen Anlagesituation und -ziele zu verteidigen."

- "Die Interessen der Deutschen Bank sind nicht als Obligationär zu sehen, sondern vielmehr als ein Arbitrageur, der eine komplizierte Hedge-Strategie verfolgt hat, die ihn in einen Interessenkonflikt mit Sherritt und den Aktionären und Obligationären von Sherritt allgemein gebracht hat."

- "...In ihrer Eigenschaft als Hedger hat die Deutsche Bank ein begründetes Interesse an einer schlechten Performance der Sherritt-Aktie."

- "In ihrer Eigenschaft als Hedger hat die Deutsche Bank ebenfalls ein begründetes Interesse daran, dass keine Dividenden gezahlt werden... Demzufolge liegt es auf der Hand, dass die Interessen der Deutschen Bank als short-selling Hedger im offenen und direkten Konflikt zu den Interessen der Aktionäre von Sherritt stehen."

- "...Die Behauptung, dass Sherritt eine Art rechtliche Verantwortung für den Schutz der Interessen solcher short-selling Hedger trägt, weil dem Unternehmen bekannt war, dass einige der Investoren im Rahmen ihrer Hedge-Strategie durch Shortverkäufe gegen Sherritt wetten würden, ist aus meiner Sicht als Geschäftsmann schon etwas sehr weit hergeholt."

- " In meiner Verantwortung als Director und Officer habe ich es immer als meine Pflicht angesehen, im Interesse von Sherritt zu handeln und dadurch den Wert der Sherritt-Wertpapiere auf lange Sicht zu maximieren, und nicht die kurzfristigen Ziele von Arbitrageuren abzusichern, die einzig und allein an einer schlechten Performance der Sherritt-Wertpapiere interessiert sind."

- "Das Problem des dümpelnden Aktienkurses ist offensichtlich, zumindest teilweise, auf die Leerverkaufsaktivitäten von Hedgern wie der Deutschen Bank zurückzuführen..."

- "Sherritt zeigte sich deshalb besorgt über die Aktivitäten der Leerverkäufer von Sherritt-Aktien. Aktionäre und Obligationäre beklagten sich über die dümpelnden Kurse der Aktien und Anleihen und erwarteten von Sherritt, dass in dieser Angelegenheit etwas unternommen wird."

- "...Ich gebe zu, dass jede unserer Initiativen im Widerspruch zu den kurzfristigen Interessen von short-selling Hedgern steht. Ich entschuldige mich aber nicht dafür. Sherritt wird so geführt, wie es den Interessen des Unternehmens entspricht, um somit den langfristigen Wert seiner Wertpapiere sowie den Nutzen der Aktionäre und Obligationäre insgesamt zu maximieren. Die Führung von Sherritt ist nicht darauf ausgerichtet, die kurzfristigen Interessen von Hedgern zu schützen..."

Auszüge aus der eidesstattlichen Erklärung von James B. Pitblado

Es folgen Auszüge aus der eidesstattlichen Erklärung von James B. Pitblado. Hr. Pitblado ist Vorsitzender von RBC Dominion Securities Inc. im Ruhestand, eine Position, die er im Zeitraum von 1981 bis 1992 innehatte. Er ist außerdem ein früherer Governor des Board of Directors der Börse in Toronto und ehemaliges Mitglied des Board of Directors der Investment Dealers Association of Canada (sowie deren National Chairman von 1978-79.)

Es folgen Auszüge aus seiner eidesstattlichen Erklärung:

- "Ich glaube nicht, dass die von der Deutschen Bank gehegten Erwartungen realistisch waren."

- "Tatsachenbehauptungen, die im Zusammenhang mit der genannten Veröffentlichung aufgestellt wurden, dazu gehören auch Aussagen hinsichtlich der Geschäftspolitik und Ziele des Emittenten, werden zu einem bestimmten Zeitpunkt gemacht und müssen zu diesem Zeitpunkt den Tatsachen entsprechen. Aus meiner Erfahrung weiß ich jedoch, dass Emittenten nicht beabsichtigen und Investoren nicht ernsthaft davon ausgehen, dass Tatsachenbehauptungen von Emittenten im Rahmen der Veröffentlichung, einschließlich Aussagen hinsichtlich ihrer Geschäftspolitik und Ziele, garantiert ihre Gültigkeit für die gesamte Laufzeit des ausgegebenen Wertpapiers behalten. Anders ausgedrückt, solche Tatsachenbehauptungen können nicht ernsthaft als Zusagen aufgefasst werden, dass sich die Tatsachen, also auch die Geschäftspolitik und Ziele, niemals ändern werden."

- "Die Chancen, sein Kapital so anzulegen, dass die angestrebten Renditen zur Zufriedenheit der Aktionäre erzielt werden, stehen mal gut und mal schlecht. In einer Welt wie dieser müssen die Unternehmen ihre Strategien permanent anpassen."

- "Es gibt keinen Hinweis darauf, noch gab es jemals irgendwelche Beschränkungsklauseln im Anleihevertrag, die die Befugnisse des Board of Directors von Sherritt zur Beschließung und Zahlung von Dividenden negativ beeinflussen könnten..."

- "...Jegliche Erwartung, die die Deutsche Bank gehegt haben mag, dass keine Dividende auf stimmberechtigte Aktien mit bedingter Dividendenzahlung gezahlt würde, solange sich die Anleihen im Umlauf befinden, war nicht realistisch."

- "Seit Sherritt diese Aussagen getroffen hat, gab es auf den weltweiten Kapitalmärkten erhebliche Veränderungen. Die Turbulenzen in der Weltwirtschaft im Ergebnis der Asienkrise, insbesondere in den Entwicklungsländern, waren von entscheidender Bedeutung. Es gab wesentliche Bewegungen bei den Rohstoffpreisen. Die Aktienmärkte in vielen Teilen der Welt mussten erhebliche Rückschläge hinnehmen. Die Risiken waren höher, und Investoren wie auch Unternehmen wurden vorsichtiger bei der Bereitstellung von Kapital."

- "So kommt die Tatsache, dass der Board of Directors von Sherrit zu Beginn des Jahres 2000 entschieden hat, eine Änderung der Dividendenpolitik zu erwägen und durchzuführen, was ursprünglich bereits mehr als drei Jahre früher vorgesehen war, und ein Programm zum Rückkauf von Anleihen einzuführen, keinesfalls überraschend. Diese Schritte reflektieren vermutlich die Einschätzung des Board of Directors von Sherritt, was die für Sherrit beste Lösung sei..."

Auszüge aus der eidesstattlichen Erklärung von Robert Poile

Es folgen Auszüge aus der eidesstattlichen Erklärung von Robert Poile. Gegenwärtig Vice-President der Abteilung für Unternehmensentwicklung von Dylex, war er früher zuständiger Leiter für den Derivatehandel bei Burns Fry. Er arbeitete anschließend für die Paloma Hedgefonds-Gruppe, die sehr aktiv im kanadischen Wandelanleihen-Arbitragegeschäft war. Er ist gegenwärtig Inhaber sowohl von Sherritt-Aktien als auch von Sherritt-Wandelanleihen.

Es folgen Auszüge aus seiner eidesstattlichen Erklärung:

- "Es scheint,...als ob die Deutsche Bank bei Wandelanleihen von Sherritt offene Positionen im Wert von über 200 Millionen US-Dollar hat. Für ein einziges Deckungsgeschäft ist dies eine enorme Summe. Sollten sich die Dinge nicht gemäß den Erwartungen der Deutschen Bank entwickeln, ist zu erwarten, dass diese einen beträchtlichen Geldbetrag verlieren wird."

- "Es ist möglich, dass die von Sherritt angekündigten Dividendenzahlungen dazu führen, dass der Deutschen Bank Spekulationsverluste infolge ihrer Hedge-Strategie entstehen. Dies hat jedoch nichts mit dem Kauf der Anleihen zu tun, sondern ist vielmehr darauf zurück zu führen, dass man Sherritt-Aktien leer verkauft hat."

- "Meiner Meinung nach hat die Deutsche Bank wahrscheinlich so gehandelt, weil sie sich infolge der Dividendenzahlung von Sherrit und möglicherweise auch durch den Anstieg der Sherritt-Aktie mit Spekulationsverlusten konfrontiert sieht. Sie erwartet praktisch, dass das Gericht sie vor diesem schlechten Handel bewahrt."

- "Für einen Obligationär, der keine Short-Positionen an Sherritt-Aktien aufgebaut hat, bedeutet die Dividendenzahlung durch Sherritt keinen Verlust, im Gegenteil, er würde davon profitieren."

- "...Die Dividendenzahlung hat keinen negativen Einfluss auf die Wachstumsstrategie von Sherritt und bedroht auch nicht deren Status als "Wachstumsunternehmen"."

- "Für das Wachstum der Firma ist deshalb eine Steigerung des Aktienkurses ein wirksames Instrument."

- "Solange die Dividende einen relativ geringen Teil des Gewinns bildet, gibt es keinen ernsthaften Grund zur Besorgnis hinsichtlich der Fähigkeit des Unternehmens, Zinszahlungen zu leisten oder die Anleihen bei Fälligkeit bar zurück zu zahlen."

- "...Die Dividendenpolitik...war ebenfalls klar vorhersehbar. ...Unter den gegebenen Umständen hätte es mich überrascht, wenn das Unternehmen die durch die Gewinne erwirtschafteten Barbeträge nicht dazu verwendet hätte, den Aktienkurs zu stützen, und zwar entweder durch einen Aktienrückkauf oder den Beschluß einer Dividende. Sollte die Deutsche Bank das nicht erkannt haben,...dann hat die Deutsche Bank einen gravierenden Fehler begangen."

- "Ich gehe nicht davon aus, dass es Aufgabe des Gerichts ist, einen hochentwickelten Arbitrageur gegen die Konsequenzen einer höchst riskanten Wette zu schützen, die dieser verloren hat."

- "Die Deutsche Bank ...wird durch die Änderung der Dividendenpolitik von Sherritt möglicherweise einen beträchtlichen Geldbetrag verlieren."

- "Angesichts der veränderten Geschäftssituation war eine Änderung der Dividendenpolitik von Sherritt deutlich vorhersehbar. ... Jeder, der die Entwicklung der fundamentalen Daten des Unternehmens verfolgt hat und nicht nur auf der Grundlage einer quantitativen Analyse gehandelt hat, konnte entweder eine Dividendenzahlung oder einen Aktienrückkauf vorhersehen."

- "Der Anleihenrückkauf bedeutet eine enorme Wertsteigerung des Unternehmens für den Obligationär und stellt keine Gefahr für die Obligationäre dar, die das Rückkaufsangebot nicht annehmen."

- "Meiner Ansicht nach versucht die Deutsche Bank, die Tatsachenbehauptungen von Sherritt in bezug auf deren damalige Geschäftspolitik und Ziele als Zusagen für die Zukunft darzustellen, um somit eine Klausel zu erwirken, die nie in einem Vertrag mit der Deutschen Bank vereinbart worden ist."

- "Ich glaube, dass sich meine Interessen als Aktionär kaum von den Interessen als Obligationär unterscheiden. Außerdem glaube ich, dass ich in beiderlei Hinsicht von den Maßnahmen seitens Sherritt profitieren werde."

- "Als Anteilseigner von Sherritt verwahre ich mich gegen die Handlungsweise der Deutschen Bank. Zum einen will man den Anschein erwecken, als ob die Deutsche Bank für meine Interessen eintritt, obwohl sie das nie getan hat. Und zum anderen verursacht dieser Rechtsstreit Unsicherheit und gefährdet somit den Wert der Aktien und der Anleihen. Als Hedger decken sich die Interessen der Deutschen Bank nicht mit denen von Sherritt, ebenso nicht mit den Interessen der Anteilseigner von Sherritt."

Teil III folgt

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