Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik "Neue Kärntner Tageszeitung" Kommentar: Herrl und Hund oder Nonanet

s.: Ausgabe vom 21.7.2000

Klagenfurt (OTS) - Österreich marschiert frisch vor sich hinpfeifend in Richtung Nonanet-Republik: Das "Herrl" wirft dem "Hund" Bröckerln zu, von dem Herrl weiß, dass Hund sie gerne frisst. Die Regierung unterhält das Volk mit Fragespielchen, auf die sich das Volk gierig stürzt: Wollen Sie, dass die EU ihre Sanktionen gegen Österreich fallen lässt? Wollen Sie, dass Österreich schuldenfrei wird? Die Nonanet-Antworten sind vorprogrammiert...
Womit es sich aber auch schon wieder hat: Der Phantasiereichtum ist erschöpft. Bis dahin und nicht weiter. Tatsächlich fällt der Regierung nicht viel mehr ein, als Ziele zu definieren. Über den Weg schweigt man sich aus. Der dürfte dann - unter nettem Verweis auf diverse Nonanet-Umfragen - überfallsartig festgelegt werden. Ein Weg, der sich im Nehmen - im Wegnehmen - erschöpfen sollte.
Es ist der Sparstift, der künftig das rot-weiß-rote Leben diktiert. Abzocken, wo´s geht. Nur eines bleibt unangetastet: das Kindergeld für alle. 6250 Schilling pro Monat. Frei Haus. Danke vielmals. Aber im Ernst: Haben Sie sich schon einmal gefragt, weshalb bei all dem Totsparen just das Kindergeld am Leben bleibt? Noch nicht? Dann ist es höchste Zeit. Höchste Zeit für jene Frauen, die berufstätig sind -und sich vom Kindergeld übers Haxerl hauen lassen. Ihnen werden die 6250 Schilling erst dann überwiesen, wenn sie nach der Karenz zu Hause bleiben. Zu Hause - und damit weg vom Fenster der Berufswelt. In dem Moment dürfte die blaue Rechnung aufgegangen sein:
Vollbeschäftigung. Vollbeschäftigung dank des W.O. der Mütter.

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