Wirtschaftskammer als best practice für Österreich

Kammerreform erfolgt in den Bereichen Organisation, Finanzierung und Wahlsystem

Wien(PWK630) "Wir sind gut unterwegs und sollten nach Klausuren und Gesprächen mit den Landeskammern beim nächsten Kammertag (Anm.: Ende November 2000) Beschlüsse fassen können, um ab Jänner 2001 die Reformen umzusetzen", steckte Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, heute bei einem Vortrag im Management-Club den Zeitrahmen für die geplante Kammerreform ab. Zur Zeit arbeiten zwei externe Consulting-Institute - AT Kearney und die Boston Consulting Group - an Konzepten für die Umstrukturierung der Außenwirtschaftsorganisation und der Wirtschaftskammerorganisation. Bis Ende August soll jeder die Möglichkeit haben, schriftlich Vorschläge einzubringen, die dann in Klausuren aufgearbeitet werden. Dabei sollen alle politischen Fraktionen miteinbezogen werden. "Alle, auch die Grünen, ja warum denn nicht?", bekräftigt Leitl den breit angelegten Reformdialog.

Reformen will Leitl in den Bereichen Organisation, Finanzierung und Wahlsystem durchführen. Gerade bei der Fachorganisationsgliederung will Leitl eine "branchengerichtete Lösung" finden. Konkreter wird Leitl bei der internen Organisation der Wirtschaftskammer Österreich:
"Derzeit haben wir 18 Abteilungen. Das werden wir sicher ändern".

Angesprochen auf die Finanzierung durch Kammerumlagen stellte Leitl die Perspektive der "Ausgliederung und Preisfinanzierung" in Aussicht. "Es soll einen Kernbereich an Leistungen geben, von dem jedes Unternehmen profitiert und der im Haus bleibt. Darüber hinausgehendes Service soll seinen Preis haben." Der Wirtschaftskammer-Präsident möchte damit vor allem mehr Transparenz für die Verwendung der Kammerbeiträge schaffen.

Organisatorisch will Leitl über die mehr als 1000 selbständigen Wirtschaftskammer-Einheiten eine gemeinsame Klammer legen. "Die Kammer ist ein Spiegelbild des bundesstaatlichen Prinzips Österreichs. Wenn es uns gelingt Doppelgleisigkeiten zu beseitigen und Bürokratiehürden abzubauen, dann könnten wir zu einem best practice für Österreich werden." (AB)

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