Wiener Linien zum Semesterticket: Preisvorstellungen der ÖH bar jeder Realität

Wien (OTS) - Geht es nach den Vorstellungen der Österreichischen Hochschülerschaft, dann soll künftig jeder Student verpflichtend mit dem Inskriptionsbeitrag noch einen zusätzlichen fixen "Mobilitätsbeitrag" einzahlen. Der Studienausweis sollte dafür dann die Funktion eines Fahrausweises für U-Bahn, Straßenbahn und Autobus übernehmen.

Der Preis für die aktuelle Semesterkarte beträgt derzeit 2.120 Schilling. Dieser Tarif wird jedoch mit 580 Schilling von Seiten der Stadt Wien gefördert. Der Studierende bezahlt daher entweder nur 1.540 Schilling (Studenten ohne Familienbeihilfe) bzw. 1.200 Schilling (bei Bezug der Familienbeihilfe, da in diesem Fall der Tarif auch noch zusätzlich mit 340 Schilling durch den Bund gefördert wird). Das von der Hochschülerschaft vorgeschlagene Modell eines obligatorischen Semestertickets soll zu einer Verbilligung des Tickets für den einzelnen Studenten führen.

Die Wiener Linien verhandeln mit Vertretern der Österreichischen Hochschülerschaft nun schon seit Dezember 1998 über die Einführung eines obligatorischen Semestertickets für Studenten. Der Einladung zur konstruktiven Zusammenarbeit und zur Klärung offener Fragen ist man bisher seitens der Hochschülerschaft nicht einmal ansatzweise nachgekommen.

Bei einem erst im Mai 2000 neuerlich stattgefundenen Gespräch hat die Geschäftsführung der Wiener Linien erneut und explizit die Bereitschaft zur Zusammenarbeit ausgedrückt, vorausgesetzt die bereits lange zugesagten Lösungsvorschläge zur Vermeidung der von den Wiener Linien immer schon klar dokumentierten wirtschaftlichen Risken, würden von der ÖH endlich vorgelegt.

Neben einer Reihe anderer Details (Verhinderung von Schein-Inskriptionen, einheitliche Studienausweise für alle Studierenden) gehört auch die Höhe des von den Studierenden zu entrichtenden "Mobilitätsbeitrages" zu den Knackpunkten der Verhandlungen. Die von der ÖH in diesem Zusammenhang wiederholt kolportierte Summe in der Höhe von 400 bis 600 Schilling pro Student und Semester ist allerdings bar jeglicher Realität. Aus Sicht der Wiener Linien ist ein dreistelliger Schillingbetrag für das von der ÖH geforderte Modell äußerst unrealistisch. Würden durch den Bund, der die Kostenpflichtigkeit von Fahrausweisen für Studierende erst durch die Streichung Freifahrt im Jahr 1996 verursacht hat, eine entsprechende Förderung erfolgen, könnte sich der Betrag für die Studierenden entsprechend vermindern. Dies erscheint aber auf Grund der Budgetsituation äußerst unwahrscheinlich, da viel eher davon ausgegangen werden muss, dass die im Verhältnis zur Stadt Wien eher bescheidene Förderung in ihrer Höhe für den einzelnen Studierenden auch nicht mehr gesichert scheint. (Schluss) wstw

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