Kilometergeld auf ATS 5,30 rasch erhöhen

Wien (ARBÖ) - "In Österreich haben wir Handlungsbedarf bei
einer Anhebung des amtlichen Kilometergeldes!" - Diese Aussage des ARBÖ stammt vom 22.5.2000 (OTS0083).

Das amtliche Kilometergeld gilt als Pauschalentschädigung für Bundesbedienstete und zugleich als Richtlinie sowie Höchstbetrag für die Steuerfreiheit in der Privatwirtschaft.

Die Autofahrer müssen nicht nur bei Treibstoffen tiefer in die Tasche greifen, die Bundesregierung hat einige "Anpassungen" beschlossen.

Der von "Statistik Österreich" (vormals ÖSTAT) errechnete Autokosten-Index weist eine stärkere Erhöhung als der allgemeine Verbraucherpreis-Index auf. Höhere Treibstoffpreise sorgen für einen Teuerungsschub. Seit 1. Juni 2000 ist auch die motorbezogene Versicherungssteuer um 51,4 Prozent gestiegen.

Die letzte Festsetzung der amtlichen Kilometergeldsätze fand im Juni 1997 statt. Der Preisindex für den privaten Pkw-Verkehr ist heute auf den Wert von 105,5 (Basis 1996=100) gestiegen.

Mit dem Monat Juni stieg der Index für den privaten Pkw-Verkehr AKI noch einmal kräftig. Die 1.000-Schilling-Mautvignette für Pkw, eine weitere "Anpassung" der Bundesregierung, wirkt sich mit Jahresbeginn 2001 aus.

Das amtliche Kilometergeld gehört daher ebenfalls "angepasst". Der ARBÖ hat bereits im Mai eine Anpassung um durchschnittlich 10 Prozent gefordert.

"Die Bundesregierung kann der Belastung der Kraftfahrer gegensteuern", erklärte ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar. "Wir freuen uns über jede Unterstützung bei der Höhe unserer Forderung."

Die neuen Kilometergeld-Sätze sollten nach Berechnung des ARBÖ lauten:

Neu derzeit
Personenwagen ......... 5,30 ATS ... 4,90 ATS
Motorräder > 250 ccm ... 3,05 ATS ... 2,76 ATS
Motorräder < 250 ccm ... 1,70 ATS ... 1,56 ATS
Beifahrer .............. 0,65 ATS ... 0,59 ATS

Der Vorschlag des ARBÖ liegt seit Monaten auf dem Tisch des Finanzministers und der dafür zuständigen Vizekanzlerin.

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