ÖGB-Driemer: "BauarbeiterInnen vor Ozon aus der Umwelt schlechter geschützt als vor Ozon aus der Arbeitsumgebung"

Wien (GBH/ÖGB): "Die Gesundheitsgefährdung durch Ozon soll endlich in die Bestimmungen des Bauar eiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetz aufgenommen werden", forderte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB-Vizepräsident, Johann Driemer.++++

In Österreich regelt das Ozongesetz, wann eine Ozonvorwarnstufe auszulösen ist. Eine solche Ozonvorwarnstufe ist für ein Ozonüberwachungsgebiet dann auszulösen, wenn der Warnwert an mindestens zwei Messstellen des Ozonüberwachungsgebietes innerhalb der letzten zwölf Stunden überschritten wurde und auf Grund der meteorologischen Situation ein Gleichbleiben oder Ansteigen der Ozonkonzentration zu erwarten ist.

Anders ist die Situationn, wenn das Ozon aus dem Arbeitsprozess selbst stammt, was zum Beispiel beim Schweißen der Fall sein kann. "In diesem Fall muss auch der MAK-Wert eingehalten werden; es darf also im Fall von Ozon die Konzentration am Arbeitsplatz den Wert von 0,2 mg/m3 nicht übersteigen", erklärt Driemer. Die Praxis zeigt jedoch, dass das auf Baustellen vorkommende Ozon meistens aus der Umgebung stammt, sodass die MAK-Wert-Grenze nicht anzuwenden ist. "Es ist widersinnig, dass BauarbeiterInnen vor Ozon aus der Umwelt schlechter geschützt sind als vor Ozon aus der Arbeitsumgebung. Wir fordern eine rasche Novellierung des Bauarbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetzes im Sinne unserer Vorschläge", betonte Driemer abschließend.

ÖGB, 20. Juli 2000
Nr. 634

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