Liberales StudentInnen Forum: Sommertheater rund ums Zwangssemesterticket!

LSF-Köberl: Preis von 400 bis 600 Schilling auch laut Wiener Linien völlig unrealistisch

Wien (OTS) "Die anfängliche Posse rund um das von der ÖH geforderte verpflichtende Semesterticket für alle Studierenden in Wien entwickelt sich nun immer mehr zum Sommertheater", kommentierte heute Michaela Köberl, Bundessprecherin des Liberalen Studentinnen und Studenten Forums (LSF), das gestrige Gespräch des ÖH-Vorsitzenden Faißt mit der Wiener Finanzstadträtin Brigitte Ederer. "Peinlich für Faißt, dass seine lautstarke Verkündigung einer angeblichen Unterstützung durch die Wiener Stadträtin von selbiger nur wenige Stunden später dementiert wurde", so die LSF-Bundessprecherin.

Neben Ederer ist aber auch von den Wiener Linien zu hören, dass ein Ticketpreis von rund 400 bis 600 Schilling pro Semester völlig aus der Luft gegriffen sei. "Ein Anruf bei den Verkehrsbetrieben genügt, um diese Auskunft zu erhalten, dazu sind keine Verhandlungsgespräche notwendig. Die windschiefen Zahlenspiele des ÖH-Vorsitzenden fallen damit wie ein Kartenhaus zusammen", so Köberl.

Für das LSF stehe jedenfalls fest, dass dieses Ticket keine Vorteile für Studierende bringen könne. "Solange geplant ist, den Kaufpreis gemeinsam mit dem ÖH-Pflichtmitgliedsbeitrag zwangseinzuheben und damit die Bezahlung zur Voraussetzung zu machen, um überhaupt studieren zu können, werden die Liberalen gegen diese üble Art der Bevormundung ankämpfen - im Interesse aller FahrradfahrerInnen, FußgängerInnen und Freiheitsliebenden", so die Liberale.

Auf Ablehnung stieß auch der Vorschlag Faißts, die Hochschülerschaft könne die Verwaltungsarbeit für die Wiener Linien übernehmen. "Die ÖH ist keine Abteilung der Verkehrsbetriebe, damit würden wir uns langfristig in Geiselhaft begeben", befürchtete die LSF-Bundessprecherin. Erfahrungen aus Deutschland hätten dies bereits bewiesen. Die dortigen Verkehrsverbünde seien einfach mit den Preisen hinaufgegangen und die Studierendenvertretung hätten mitziehen müssen - zum Nachteil für die Studierenden.

"Die ÖH hat es bis heute nicht geschafft, den Wiener Linien ein ernsthaftes Konzept zur Realisierung eines Semestertickets auf freiwilliger Basis vorzulegen. Stattdessen versucht die AG-dominierte ÖH-Führung mit unseriösen Wahlversprechen über ihre Inhaltsleere hinwegzutäuschen", so Köberl abschließend.

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