Schweitzer: Temelin darf nicht ans Netz

Junktimierung mit EU-Beitritt Tschechiens wäre einzige Möglichkeit, um Risikokraftwerk zu verhindern

Wien, 2000-07-17 (fpd) - Als äußerst positiv wertete der freiheitliche Umweltsprecher Mag. Karl Schweitzer die jüngsten Aussagen des deutschen Umweltministers Jürgen Trittin, der die tschechische Regierung aufforderte, Temelin nicht in Betrieb zu nehmen und vor den Konsequenzen einer Inbetriebnahme warnte.****

"Der EU-Beitritt von Ländern, die Risiko-AKWs in Betrieb oder in Bau haben, muß mit einem Ausstieg aus der Atomenergie junktimiert werden. Bereits seit einigen Jahren sind von unserer Seite immer wieder zahlreiche diesbezügliche Anträge eingebracht worden", so Schweitzer. Die Inbetriebnahme dieses Hochrisikokraftwerkes wäre ein fataler Fehler und berge ein unabsehbares Gefahrenpotential für die österreichische Bevölkerung, führte der freiheitliche Umweltsprecher weiter aus und forderte ebenfalls eine gesamte Umweltverträglichkeitsprüfung für Temelin.

Bemerkenswert sei der Schwenk der Grünen in dieser Junktimierungsfrage. Noch 1997 hatten ebendiese einen Antrag der FPÖ, wonach jene künftigen EU-Mitgliedsstaaten, die einen Teil ihrer Energie durch KKW produzieren, verpflichtet werden sollten, unter Einhaltung eines verbindlichen Zeitplans aus der Kernenergieproduktion auszusteigen, andernfalls keine Zustimmung zum Abschluß der Beitrittsverhandlungen mit diesen Staaten gegeben werden darf, abgelehnt, wunderte sich Schweitzer. (Schluß)

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