Auer: "Mc Jobs" auch in Österreich auf dem Vormarsch

Schlechte Entlohnung, schlechte soziale Absicherung - Familienleben bleibt auf der Strecke

St. Pölten, (SPI) - "Die gute Konjunktur läßt die Beschäftigtenzahlen ansteigen - aber was unter dem Strich herauskommt, ist nicht nur positiv. So sind mehr als 70 Prozent der neuen Arbeitsplätze auf "Mc Jobs", also schlecht bezahlte Teilzeitjobs, zurückzuführen. Unterdurchschnittliche Bezahlung, eine schlechte soziale Absicherung und eine oftmals verlangte Flexibilität, bei der das Familienleben auf der Strecke bleibt sind die Kennzeichen dieser neuen Entwicklung. Vor allem Frauen im Handel sind es, die in solche Arbeitsverhältnisse gedrängt werden und damit große Belastungen auf sich nehmen müssen", kommentiert die Sozialsprecherin der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Helene Auer, die Entwicklung.****

"Die jüngsten Pläne über eine Ausweitung der Öffnungszeiten im Handel auch auf den Sonntag zeigen, dass die blauschwarze Regierung dieser Entwicklung massiv Vorschub leistet. Der Schutz der Beschäftigten im Handel zählt offensichtlich weniger als der erhoffte Gewinn für die Unternehmer. Damit wird es für viele Frauen immer schwieriger, Familie, Kindererziehung und Job zu vereinbaren. Nicht mehr als zehn Prozent der Österreicher haben sich bei Umfragen für ein Offenhalten der Geschäfte am Sonntag ausgesprochen. Wenn man jene befragt, die in Gefahr kommen, sonntags arbeiten zu müssen, dann sprechen sich 100 Prozent der Menschen gegen die Sonntagsöffnung aus. Dies ist ein klarer Auftrag jenen entgegenzutreten, die die Lebensqualität der Menschen weiter einschränken wollen und bei denen Einnahmen und Gewinne vor den Interessen der Familien kommen", so Auer weiter.

Eine klare Absage an den Sonntagseinkauf ist für die Sozialdemokraten daher ein Auftrag, den Wünschen und Bedürfnissen von 90 Prozent der Menschen in unserem Land nachzukommen. "Bezeichnend ist jedenfalls, daß sich Volkspartei und Freiheitliche in dieser Frage nahezu gleichen. Man läßt sich gerne mit Kindern und Babys fotografieren, arbeitet aber gleichzeitig gegen die Interessen der Familien", so die SP-Sozialsprecherin abschließend.
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