ÖH / Faißt: Streichung der Familienbeihilfe sind versteckte Studiengebühren

Studierende wurden schon beim Sparpaket 1996 im Regen stehen gelassen, Bartenstein anscheinend für Studiengebühren

Ähnlich wie beim Sparpaket 1996 sind wieder die Studierenden als Melkkühe vorgesehen," ärgert sich ÖH-Vorsitzender Martin Faißt (AktionsGemeinschaft) über den Vorschlag von Wirtschaftsminister Bartenstein, die Familienbeihilfe für Studierende zu streichen. Neben dem Wegfall der Freifahrt wurden die Kriterien für die Zuerkennung der Familienbeihilfe schon 1996 radikal verschärft. Eine nochmalige Erschwerung eines Studiums führt lediglich dazu, dass sich nur Kinder finanzkräftiger Eltern eine Hochschulausbildung leisten können.

Andere Länder wie etwa die Niederlande setzten in ihrem Sparprogramm Akzente für die Zukunft und verzichteten auf Rasenmähermethoden. Bildung und Wissenschaft wurde trotz aller Strukturmassnahmen mit mehr Geld und Möglichkeiten bedacht. Investitionen in Bildung und Wissenschaft wurden als zukunftsträchtig und nicht als Belastung gesehen.

Im universitären Bereich könnte durch ein neues Dienstrecht, eine regelmäßige und verpflichtende Evaluierung mit Konsequenzen oder eine Straffung der inneren Organisation die Effizienz gesteigert werden. "Werden diese Maßnahmen in Angriff genommen, so kann von ernsthaften Bemühungen der Bundesregierung gesprochen werden."

"Ich erwarte mir, dass sich die Bundesregierung an das Regierungsübereinkommen hält, in der die Verkürzung der Studiendauer als Ziel vorgesehen ist. Die Streichung der Familienbeihilfe für Studierende steht diesem Ziel aber diametral gegenüber," so Martin Faißt. "Mir scheint, als ob nur mehr die Quantität des Sparens zählt, die Qualität der Maßnahmen jedoch nicht beachtet wird."

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