FORMAT: Billa-Kooperation mit Tiroler Bergbauern bei Rind- und Schaffleisch geplatzt

Gernot Langes-Swarovski plant neue Mega-Projekte - Fünfte Generation diskutiert Umstrukturierungen im Konzern

Wien (OTS) - Wie der Chef des Swarovski-Konzernes, Gernot Langes-Swarovski, im FORMAT-Interview für die am Montag erscheinende Ausgabe erklärte, ist die Billa-Kooperation mit Bergbauern aus dem Nationalpark Hohe Tauern im Fleisch-Bereich geplatzt. Diese Kooperation wurde bekanntlich von Langes Swarovski in seiner Funktion als Präsident des "Vereins der Freunde des Nationalparkes Hohe Tauern" eingefädelt, Vizepräsident des Vereins ist Billa-Chef Veit Schalle. Wie FORMAT berichtet, wird es bei Billa zwar Gewürze aus den Hohen Tauern geben, doch der wesentlich umfangreichere Vertrieb von Rind- und Schaffleisch kam nicht zustande. FORMAT zitiert dazu Gernot Langes-Swarovski: "Die genauen Gründe für den Ausstieg Billas sind mir nicht bekannt. Aber ich bin zuversichtlich, daß ein anderer Lebensmittelhändler einsteigen wird."

Nachdem der Swarovski-Konzern 1999 mit 17,4 Milliarden Umsatz 1999 das bisher erfolgreichste Jahr in seiner Geschichte absolvierte, plant Gernot Langes-Swarovski laut FORMAT jetzt neue Megaprojekte. So sollen weltweit hunderte kleine Produktionsstätten entstehen, an denen die Swarovski-Kristalle zu Ziergegenständen, Schmuck oder etwa Handtaschen weiterverarbeitet werden. Langes-Swarovski will, wie er im FORMAT-Gespräch erklärt, dabei mit Franchise-Partnern kooperieren, denen er sowohl Venture-Kapital, als auch die notwendige Technologie, Schulung und Werbung zur Verfügung stellt. Diese Produktionsstätten sollen auf der Fläche einer Garage unterbringbar sein, die Produzenten sind auch für den Vertrieb im regionalen Handel zuständig. Geplant ist dieses System weltweit, ein Schwerpunkt soll aber auf Entwicklungsländer gelegt werden. Alleine in Brasilien könnten fünf derartige Produktionsstätten entstehen. Derzeit wird noch an der Technologie geschliffen. Gernot Langes-Swarovski gegenüber FORMAT: "Das ist auch für unsere Verhältnisse ein sehr großes Projekt."

Gleichzeitig forciert Langes-Swarovski, wie er im FORMAT-Interview mitteilt, den Internet-Vertrieb und verhandelt derzeit mit dem Luxuskonzern LVMH über einen Einstieg bei dessen Internet-Tochter e.luxury.com. Erst letzte Woche hat Langes-Swarovski eine Kooperation mit Unternehmen wie Wella und L"Oreal im Business to Business-Bereich unterschrieben: Friseuren werden für jeden Schneideplatz kostenlose Bildschirme zur Verfügung gestellt, auf denen, wie FORMAT berichtet, Produktpräsentationen laufen. Gestartet wird in Deutschland in einem Probelauf mit rund 5000 Friseuren, nächstes Jahr soll das Modell internationalisiert werden und dann auch nach Österreich kommen. Langes-Swarovski will über diese Schiene Haarschmuck vertreiben.

Gleichzeitig läuft im Familienunternehmen Swarovski die Diskussion über Reformen im Unternehmen auf Hochtouren, heißt es im FORMAT-Bericht. Wie Langes-Swarovski im FORMAT-Interview erklärt, wird die derzeit die Geschäfte führende vierte Generation in einigen Jahren das Ruder an die fünfte Generation übergeben. Die besteht laut FORMAT-Bericht aus etwa fünfzig Mitgliedern. Ein harter Kern von 15 Mitgliedern hat den Reformprozeß eingeleitet und diskutiert derzeit eine ganze Reihe von Varianten, darunter auch die Schaffung einer Kapitalgesellschaft statt der D. Swarovski Kommanditgesellschaft, sowie den Börsegang. Laut FORMAT ist der Börsegang aber nach aktuellem Stand der Diskussion sehr unwahrscheinlich.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Bernhard Salomon Tel.: 0664 321 97 88

FORMAT

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS