Motz: Verbund ebnet Weg zu einer Österreichischen Energielösung

Energieverbund mit Energie AG OÖ, EStAG und Verbund würde mit Abstand der größte österreichische "European Player" sein

St. Pölten, (SPI) - Nach der am Mittwoch erfolgten Zustimmung des EstAG-Aufsichtrates zur "Energie-Austria" hat sich in seiner gestrigen Aufsichtsratsitzung auch der Verbund für die Realisierung der "Energie Austria" - einem Zusammenschluss der oberösterreichischen Energie, der steirischen EStAG und dem Verbund -ausgesprochen. Erklärtes Ziel des Verbund-Aufsichtsrates ist dabei die Umsetzung der Energie Austria als österreichische Lösung, die für weitere heimische Partner offen steht und damit die Grundstrukturen für einen österreichischen "European Player" auf dem Energiesektor schafft. "Die Vision einer österreichischen Lösung am Strommarkt lebt somit weiter. Eine österreichische Energielösung entspricht jenen strategischen Überlegungen, die eine österreichische Energieholding für die Standortqualität und die Konkurrenzfähigkeit befürworten und die Eigenständigkeit der österreichischen Energiepolitik sichern. Österreich muss sich am internationalen Markt behaupten - ein schleichender Ausverkauf unserer Energieerzeuger würde sich auf unsere Steuerungskompetenz in makroökonomischen Dingen sicher negativ auswirken", zeigt sich SP-LAbg. Mag. Wolfgang Motz über den Beschluss des Verbund sehr zufrieden.****

Die Fakten sprechen dabei eine deutliche Sprache. So wird durch den Zusammenschluss von Energie AG OÖ, EStAG und Verbund der mit Abstand größte heimische Stromkonzern mit einem österreichischen Marktanteil von 55 Prozent und 41.000 Gigawattstunden (GWh) Stromabsatz bei einem Wasserkraftanteil von 90 Prozent entstehen. Innerhalb der EU hätte damit die Energie Austria eine ausgezeichnete Marktposition inne. Im Europa-Vergleich rangiert sie an 15., innerhalb des relevanten Marktes (Radius 500 km) sogar an sechster Stelle. Verglichen mit den sogenannten "Stand Alone"-Lösungen der drei Unternehmen kann durch die Fusion ein zusätzliches Synergiepotential von 2,2 Mrd. ATS gehoben werden, womit das Synergieziel der Energie Austria bei 3,8 Mrd. ATS jährlich liegt.

Die Fusion zur Energie Austria bedeutet für Österreich die Chance, im europäischen Konzert der Stromriesen eine gleichberechtige Rolle spielen zu können und nicht als Heimat kleiner, potentieller Übernahmekandidaten die europäischen Entwicklungen tatenlos beobachten zu müssen. "Wichtig ist nun, dass auch das Konsortium zwischen EVN, Wienstrom und TIWAG - aufgrund ihres Beteiligungsverhältnisses am Verbund in einer entscheidenden ‚Mitbestimmungsrolle‘ - nun aufgefordert ist, das Zustandekommen der Energie Austria nicht zu behindern und damit den Weg für einen positiven Beschluss im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung des Verbund Anfang September zu ermöglichen. Die Energie Austria sollte in weiterer Folge in eine umfassende Kraftwerkspoolung mit einem entsprechenden Profitsharingsystem und einer Konzentration der Handelsaktivitäten münden, wobei für alle Beteiligten sowohl wirtschaftlich als auch technisch wichtige Synergieeffekte erzielt werden können. Weder aus technischer, noch aus wirtschaftlicher Sicht ist zu begründen, dass die für die nationalen Interessen so wichtige Energie Austria nicht zustande kommen soll. Unsere strategischen Steuerungsmöglichkeiten einer spezifisch österreichischen Energiepolitik dürfen jedenfalls nicht aus der Hand gegeben werden", schloß LAbg. Mag. Wolfgang Motz (Schluß) fa

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