AK-Rechtsschutz Linz: 51.000 suchten heuer Rat und Hilfe 28 Millionen Schilling an vorenthaltenen Geldern erstritten

Linz (AKO) Probleme mit dem Chef, Unklarheiten bei Kündigungsansprüchen oder unrichtige Lohn- und Gehaltsabrechnungen bewegen immer mehr Arbeitnehmer/-innen dazu, bei der Arbeiterkammer Rat und Hilfe zu suchen. Allein im ersten Halbjahr 2000 wandten sich 51.298 Beschäftigte mit ihren rechtlichen Problemen am Arbeitsplatz an den AK-Rechtsschutz in Linz.

Der Großteil der Beratungen, nämlich 39.054, konnte telefonisch unter der neuen Servicenummer 050-6906/Durchwahl 1 erledigt werden, persönlich sprachen 11.754 AK-Mitglieder vor, 490 Fälle wurden schriftlich - 243 davon per E-Mail - vorgebracht.

Da der für Linz-Stadt, Linz-Land und Urfahr-Umgebung zuständige AK-Rechtsschutz Linz erst im Vorjahr durch den Zusammenschluss der bisherigen Abteilungen Arbeitsrecht, Sozialrecht sowie Lehrlings- und Jugendschutz entstanden ist, können noch keine Vergleichszahlen herangezogen werden.

Die für die Mitglieder hereingebrachten Beträge sind beachtlich:
Insgesamt 28,307.776 Schilling an vorenthaltenen Löhnen und Gehältern, Urlaubsansprüchen oder Kündigungsentschädigungen. Davon wurden 8,971.985 Schilling von den Dienstgebern nach Intervention durch die Arbeiterkammer gezahlt, um 19,335.780 Schilling musste aber vor Gericht gegangen werden. Die Erfolgsquote der abgeschlossenen Fälle ist mit 85 Prozent übrigens außerordentlich hoch.

In der Mehrheit handelt es sich bei den Vergehen der Dienstgeber um nicht bezahlte Entgelte (47 Prozent aller Fälle) sowie Differenzen bei Endabrechnungen (20 Prozent). Unbegründete oder fristwidrige Entlassungen und Kündigungen sowie berechtigte Austritte bilden weitere Schwerpunkte.

Nach Branchen gesehen sind die meisten schwarzen Schafe unter den Unternehmern im Gastgewerbe zu finden. Die Chancen, einen unkorrekten oder knausrigen Chef zu finden, sind auch im Handel groß, auch Leiharbeiter und Lkw-Fahrer werden oft um ihre Ansprüche geprellt. Und auch in den Sparten Eisen und Metall, Gebäudereinigung sowie am Bau geht nicht immer alles mit rechten Dingen zu.

Wobei abschließend festzustellen ist, dass sich der Großteil der Arbeitgeber den Beschäftigten gegenüber korrekt verhält. "Besonders hervorzuheben ist, dass aus Unternehmen mit einem Betriebsrat nur selten Arbeitnehmer die Rechtshilfe der AK in Anspruch nehmen müssen", würdigt Präsident Wipplinger die Rolle der Arbeitnehmervertreter in den Betrieben.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (0732) 6906-2182
presse@ak-ooe.at
www.ak-ooe.atArbeiterkammer Oberösterreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO/AKO