Neues, zukunftsweisendes Pensionsmodell für Österreichs Architekten und Ingenieurkonsulenten in Kraft.

Staatlich unabhängig. Abschied vom Umlageverfahren

Wien (OTS) - "Für Österreichs Ziviltechniker gilt ab Juli 2000 ein neues, vom Staat völlig unabhängiges Pensionssystem", gab heute Peter Scheifinger, Präsident der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten bekannt. Mit einer offensiven Pensionsreform setzten die Ziviltechniker zukunftsweisende Akzente in der sonst eher defensiv gehaltenen Pensionsdebatte in Österreich, so Scheifinger.

"Die Pensionen der Architekten und Ingenieurkonsulenten sind durch diesen einmaligen, tiefgreifenden Reformschritt langfristig gesichert", erklärte der Präsident.

"Das Arbeits-und Sozialrechtsänderungsgesetz 1997 hat uns vor die Wahl gestellt, ein kammereigenes Pensionssystem zu behalten, oder ins staatliche System zu wechseln", so Präsident Scheifinger. "Der Eintritt ins staatliche Sozialsystem, wäre für die Ziviltechniker jedoch ein teurer, unsicherer Schritt gewesen."

"Die Architekten und Ingenieurkonsulenten haben sich deshalb für ein eigenständiges Pensionsmodell entschieden und gleichzeitig die Chance ergriffen, das alte Pensionssystem der Kammer zu reformieren", sagte Scheifinger. Das System funktioniere gänzlich ohne staatliche Beihilfe.

Richtungsweisend sei der Umstieg vom reinen, mittelfristig unfinanzierbaren, Umlage- auf ein gemischtes Umlage- Anlagevefahren. "60% des eingezahlten Kapitals werden für jeden Einzelnen auf ein persönliches Guthabenkonto verbucht und mit garantierter Verzinsung veranlagt. Mit den übrigen 40% wird im Sinne einer sozial kompatiblen Einschleifregelung der Ausstieg aus dem Umlageverfahren finanziert", erklärte Scheifinger.

"Ziel ist, den Umlageprozentsatz sukzessive auf ein Minimum zu reduzieren", so Peter Scheifinger. Die Loslösung vom veralteten Umlagesystem zugunsten individueller Vorsorgeelemente trage den Vorschlägen renommierter Pensionsexperten, unter anderem jenen von Prof. Bert Rürup, Rechnung.

Neben Verbesserungen im Bereich der Sozialleistungen (Mitversicherung des Lebensgefährten, Erhöhung der Berufsunfähigkeitsleistung, Abgeltung der Kindererziehungszeiten) sei das neue Pensionssystem mit weitsichtigen Übergangsregelungen versehen, so Scheifinger. Ermäßigungen für Sozialversicherungspflichtige, bzw. für jene, die Sozialversicherung weiter bezahlen, sind beim Übertritt vorgesehen. "Für Neueinsteiger und junge Ziviltechniker gibt es überdies substantielle Ermäßigungen.

In Zeiten, in denen Interessenvertretungen zunehmend in Frage gestellt werden, müssen die Angebote für potentielle Mitglieder lukrativ sein. Ein tragfähiges, zukunftsfähiges Pensionssystem ist da ein wesentliches Instrument der Legitimation unserer Berufsvertretung", so Präsident Scheifinger abschließend.

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