Pietsch: Flugrettung: Wunderbare Geldvermehrung im Strasser-Ministerium

Wann schlägt "Privatisierung der Flugrettung" auf die Patienten durch?

St. Pölten, (SPI) - "Warum machen sich Grasser & Co. über ihr Budget eigentlich Sorgen. Wie es zu wundersamen Budgeteinsparungen kommt, wo alles billiger wird und keiner mehr belastet wird, hat Innenminister Strasser ja bei der Flugrettung vorexerziert - oder doch nicht? Das Innenministerium erspart sich 100 Millionen Schilling durch die Privatisierung der Flugrettung, der ÖAMTC, dessen Einsatz beispielsweise in Niederösterreich wirklich bestens funktioniert, springt ohne zusätzliche Kosten ein. Wer das glaubt, für den ist auch ‚Tischlein deck dich‘ ein Tatsachenbericht", kommentiert der Sicherheitssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Karl Pietsch, die politischen Vorgänge rund um die Flugrettung.****

So sind noch viele wichtige Fragen ungeklärt. Wie finanziert der ÖAMTC die Anschaffung der benötigten rund 10 neuen Hubschrauber? Wie sieht es künftig mit den Zahlungen der Länder für die Flugrettung aus. Welche Zahlungen leistet das Innenministerium - oder verabschiedet sich Strasser völlig aus seiner Verantwortung. Kommen in späterer Folge auf die Patienten Beiträge zu - wird es Selbstbehalte bei der Flugrettung geben? Wenn Innenminister Strasser seine Hubschrauber behält, welche Einsparungen sollen dann wirksam werden. Werden sie eingemottet - oder fliegen sie einfach nicht mehr? "Fragen über Fragen, auf die Strasser in seiner ‚Jubelpressekonferenz‘ von gestern keinerlei Antworten gegeben hat", so Pietsch.

"In der Schweiz gibt es eine bestens funktionierende Flugrettung. Sie ist privatisiert - und sie kostet dem Patienten 1.000,- Schilling pro Flugminute. Droht in Österreich mittelfristig auch ein derartiges System, nachdem sich die öffentliche Hand völlig aus der Verantwortung für diese so wichtige Rettungseinrichtung verabschieden wird. Eine Privatisierung birgt daher die Gefahr, dass das Anbieten einer qualitativ hochwertigen Rettungsleistung auf Grund betriebswirtschaftlicher Interessen zur Einführung von Selbstbehalten für Rettungseinsätze führt. Ist der Einsatz der Flugrettung künftig eine finanzielle Frage für den Patienten? Fragen, deren Antworten Sparefroh Strasser bisher schuldig geblieben ist", so LAbg. Pietsch abschließend.
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