Scharfer Greenpeace-Protest gegen Polizei-Übergriffe nach Temelin- Aktion

Greenpeace: Rechtliche Schritte gegen Menschenrechtsverstöße durch Sonderpolizei. Deutscher Greenpeace-Aktivist weiterhin in Haft.

Wien/Prag (OTS) - Scharf reagierte die Umweltschutzorganisation Greenpeace auf Polizeiübergriffe nach ihrer Aktion in Prag gegen das Atomkraftwerk Temelin. Bei der Auflösung der Blockade der Atombehörde SUJB setzte ein Sondereinsatzkommando der tschechischen Polizei rücksichtslos Gewalt gegen die friedlichen Aktivisten ein. Dabei wurden auch Schlagstöcke eingesetzt. Leichte Verletzungen, vor allem Prellungen, waren eine Folge des Polizeieinsatzes. Im Zuge ihrer achtstündigen Haft durften die Aktivisten keinen Kontakt mit der Botschaft oder den Anwälten aufnehmen. Ausserdem wurde ihnen kein Essen zur Verfügung gestellt. "Es ist ein Armutszeugnis für einen demokratischen Staat, wenn versucht wird, ein Atomkraftwerk mit brutaler Polizeigewalt und Verstößen gegen grundlegende Menschenrechte durchzusetzen," sagte Greenpeace-Pressesprecher Franko Petri. Greenpeace kündigte rechtliche Schritte gegen die verantwortlichen Polizeikräfte an.

Ein Greenpeace-Aktivist aus Deutschland wird weiterhin in Haft gehalten. Er übernachtete heute in einer Prager Gefängniszelle. Für heute um 10 Uhr ist eine Verhandlung angesetzt. Greenpeace befürchtet, dass die tschechischen Behörden an ihm ein Exempel statuieren wollen. "Wir fordern die sofortige Freilassung. Es ist ein Skandal, dass Umweltschützer, die in Sorge vor einer möglichen Atomkatastrophe friedlich protestieren, wie Verbrecher behandelt werden," sagte Petri abschliessend.

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