GPA-Frauen: Sickl-Vorschlag ist frauenpolitischer Rückschritt

Der Karenzvorschlag von Generationenministerin Sickl wirft die berufstätigen Frauen um Jahrzehnte zurück!

Wien (GPA/ÖGB). "Die GPA-Frauen begrüßen zwar, dass auch diese Regierung eingesehen hat, dass Alleinerzieherinnen das Recht zustehen muss, den gesamten Zeitrahmen des Karenzurlaubes, der sonst nur zwei Elternteilen zur Verfügung steht, in Anspruch zu nehmen" so Christine Maier, GPA-Bundesfrauenvorsitzende, "der Vorschlag, drei Jahre Karenzurlaub auch für nur einen Elternteil zu ermöglichen, ist frauenpolitisch jedoch höchst problematisch. Hier von Wahlfreiheit zu sprechen ist zynisch.++++

Einer der großen Erfolge für die berufstätigen Frauen sei der wahlweise Karenzurlaub gewesen. Männer wären mit dieser gesellschaftspolitischen Maßnahme in die Pflicht genommen worden, sich auch um ihre Kinder zu kümmern.

"Nun wird die Last der Kinderbetreuung wieder auf die Schultern der Frauen gelegt. Drei Jahre aus dem Berufsleben auszuscheiden, bringt für Frauen beim Wiedereinstieg enorme Probleme mit sich", betont Maier.

"Unsere Forderung ist daher: Wenn acht Milliarden Schilling für diese geplante Maßnahme zur Verfügung stehen, so sollten sie für die Ausweitung der Kinderbetreuungseinrichtungen und Wiedereinstiegshilfen eingesetzt werden." (ew)

ÖGB, 13. Juli 2000
Nr. 619

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