Gewerbeverein: ORF braucht Konkurrenz

Wien (ots) - Bei uns ist die duale Rundfunkordnung unter einem Dach", meinte Unlängst ORF-GI Gerhard Weis.

Zur Klarstellung: In marktwirtschaftlichen Ordnungen bedeutet TV-Dualität das Nebeneinander von öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Sendern - dies gilt sogar für Albanien.

In der Realität schaut das anders aus: Der ORF lebt im geschützten Winkel, agiert aber frank und frei auch kommerziell - und das mit großer Selbstverständlichkeit.

  • Dazu gehören die Pläne des digitalen Sportkanals mit Wettmöglichkeit,
  • die gemeinsame Werbeverkaufsplattform mit den Privatradios, die jeder drohenden Konkurrenz den Wind aus den Segeln nahm.
  • Der 25-prozentige Anteil an der neuen Internet-AG
  • Die 50 Prozent Anteil an TW1; hier erhebt sich die Frage, zahlt der Eigentümer der anderen 50 Prozent auch die anteiligen Kosten im ORF für die Permanent-Bewerbung dieses Kanals?

Fassungslose Ausländer meinen: "In Österreich kann es eben mit dem ORF nur einen geben. Und der sorgt dafür."

Eine der wesentlichen Aufgaben der Bundesregierung wird wohl sein, im österreichischen TV-Bereich nun endlich Zustände einzuführen, wie sie am Freien Markt üblich sind - so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) in einer Aussendung.

War Österreich schon bei der Privatisierung des Hörfunks Schlusslicht, muss dieser Zustand im TV-Bereich nicht konserviert werden. Es ist auch nicht einsehbar und erforderlich, dass der ORF für ZIB 1 drei Chefs vom Dienst beschäftigt: von jeder der drei größeren Parteien jeweils einen - soviele Chefs leistet sich kein anderer TV-Sender für eine Newsline.

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