Wieder mehr Aufträge für das Baugewerbe

Auftragsbestand im II. Quartal von 16,2 auf 16,5 Wochen gestiegen

Wien (PWK608) - Der Auftragsbestand im österreichischen Baugewerbe ist zu Beginn des II. Quartals von 16,2 Wochen auf 16,5 Wochen gestiegen. Das bedeutet eine Steigerung von 0,3 Wochen. Damit ist der Abwärtstrend im Auftragsbestand der letzten Jahre vorläufig gebrochen, heißt es im aktuellen Konjunkturbericht der Bundesinnung Bau in der Wirtschaftskammer Österreich. Gegenüber dem Vorquartal (1/2000) bedeutet der gegenwärtige Auftragsbestand von 16,5 Wochen einen Anstieg um 0,8 Wochen, der vor allem auf saisonbedingte Einflüsse zurückzuführen sein dürfte.

Verglichen mit dem Vorjahresquartal ist der Auftragsbestand in Oberösterreich mit + 3,6 Wochen stark gestiegen. Eine beachtliche Ausweitung im Auftragsbestand können auch die Bundesländer Kärnten (+ 1,6 Wochen), Vorarlberg (+ 1,3 Wochen) und Wien (+ 1,2 Wochen) verzeichnen. Praktisch gleichgeblieben ist der Auftragsbestand im Burgenland und in der Steiermark. Rückläufig zeigt sich der Auftragsbestand in Niederösterreich mit - 1,0 Wochen, in Salzburg (-1,3 Wochen) und stark rückläufig in Tirol mit - 4,6 Wochen.

Erfreulich sind auch die Erwartungen der Unternehmer für die Zukunft. Insgesamt rechnen im Bundesdurchschnitt 20 % der Betriebe, dass die Auftragseingänge im II. und III. Quartal 2000 gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigen werden, ebenfalls 20% glauben, dass die Auftragseingänge zurückgehen. Per Saldo somit +/- 0 %. Im Vorjahr lag dieser Saldo noch bei - 19 %. Aus den Auftragseingangserwartungen kann somit durchaus eine positive Grundstimmung abgeleitet werden, da auch im Vorquartal (I/2000) der Saldo noch bei - 13 % lag.

Deutlich positiv ist die Stimmung in Westösterreich. In Vorarlberg stehen 29 % der Betriebe mit positiven Auftragseingangserwartungen nur 3 % gegenüber, welche sinkende Auftragseingangserwartungen hegen (Saldo + 26 %). In Tirol ist das Verhältnis 31 % steigende Auftragseingangserwartungen und 10 % sinkende Auftragseingangserwartungen, per Saldo somit + 21 %. Auch in Salzburg liegt der Saldo bei 21 % ebenfalls äußerst positiv. Hier hat kein Betrieb gemeldet, mit einem sinkenden Auftragseingangswert zu rechnen. Äußerst positiv auch noch das Burgenland bei einem Saldo von + 22 %. Praktisch ausgeglichen ist die Situation in Niederösterreich und Wien. Mit einer Verschlechterung des Auftragseinganges rechnen die Betriebe in der Steiermark (Saldo bei - 10 %), in Oberösterreich (Saldo bei - 17 %) und vor allem Kärnten, wo 40 % der Betriebe mit fallenden Auftragseingängen und nur 12 % mit steigenden Auftragseingängen rechnen (Saldo - 28 %).

Das Baugewerbe ist mit 100.000 Beschäftigten in 3.500 Betrieben der größte private Arbeitgeber Österreichs. Die Betriebe erwirtschaften jährlich einen Produktionswert von mehr als 80 Mrd Schilling. (MH)

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