Petrovic: Ausbau der Kinderbetreuungsplätze statt 3 Jahre Kindergeld

Sickl-Vorschlag zielt an Wünschen der Frauen vorbei und ist rein ideologisch motiviert

Wien (OTS) "Die Verlängerung des Kindergeldes auf drei Jahre widerspricht dezidiert den Wünschen der Frauen, die schon Kinder haben. Eine Regierung, die derart an den Wünschen der Frauen vorbei agiert, setzt damit einen Schildbürgerinnenstreich", kritisiert die stv. Klubobfrau und Frauensprecherin der Grünen, Madeleine Petrovic, den jüngsten Vorschlag der Sozialministerin. "Notwendig ist der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze statt der Verlängerung des Kindergeldes auf drei Jahre", so Petrovic.

Die finanzielle Absicherung des längeren Daheimbleibens bei den Kindern sei nach einschlägigen Untersuchungen ein absolutes Minderheitenmodell, das drei Viertel aller Frauen ablehnen. Der Vorschlag von Ministerin Sickl das Kindergeld auf drei Jahre zu verlängern, bedeutet daher, daß absurde Mengen von Geld an den Wünschen der Frauen vorbei ausgegeben werden, um der reinen Ideologie willen", kritisiert Petrovic. - Abgesehen davon soll sich die Ministerin zuerst mit ihrem Finanzminister kurzschließen, bevor sie derart unfinanzierbare Maßnahmen in die Öffentlichkeit bringt.

Petrovic verweist darauf, daß nach einer Studie des Bildungsinstituts der Wirtschaft (4600 Befragte), die Frauen vor allem drei Dinge wollen:
1) Eine kinderkompatible Arbeitswelt, also Arbeitszeitmodelle und betriebliche Förderungen, die Bedacht nehmen auf die Betreuungspflichten.
2) Eine bedarfsgerechte und flächendeckende Ausstattung mit Kinderbetreuungsplätzen. Insbesondere das Defizit an derartigen Plätzen für unter dreijährige Kinder und die fehlende qualifizierte Nachmittagsbetreuung der 6-10-jährigen soll behoben werden.
3) Soll Mobilität für jene Frauen sichergestellt werden, die kein eigenes Auto haben. D.h. Ausbau des öffentlichen Verkehrs. "Angesichts dieses Ergebnisses ist eine Verlängerung des Kindergeldes auf drei Jahre ein Vorschlag, der meilenweit an den Wünschen der Frauen vorbeizielt", so Petrovic abschließend.

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