Jugendliche im Gastgewerbe dürfen bis 23:00 Uhr beschäftigt werden

Gäste können künftig besser betreut werden -Ausbildungsbereitschaft der Betriebe wird erhöht

Wien (PWK606) - Durch die soeben erfolgte Änderung des Jugendbeschäftigungsgesetzes dürfen im Gastgewerbe demnächst Jugendliche über 16 Jahren bis 23.00 h (bisher 22.00 h) beschäftigt werden. Die Branche begrüßt die Anpassung des Gesetzes an die Konsumgewohnheiten der Gäste. Den Lehrlingen wird gerade in der Saison die Möglichkeit zu einer noch besseren Ausbildung geboten.

Der Anstoss zu dieser Modernisierung des Jugendbeschäftigungsgesetzes geht auf die Einführung der Sommerzeit zurück. Auch nimmt die Zahl der Abendveranstaltungen in den Städten und Tourismusregionen stetig zu, weshalb sich das sommerliche Hauptgeschäft immer stärker in die späteren Abendstunden verlagert. Längst haben die Lokale darauf mit längeren Öffnungszeiten reagiert.

"Wir freuen uns, dass damit einer langjährigen Forderung der Tourismuswirtschaft endlich Rechnung getragen wird", unterstreichen die Vorsteher der Fachverbände Gastronomie und Hotellerie, Komm.Rat Helmut Hinterleitner und Komm.Rat Hans Melcher. Die jetzt erfolgte Novellierung des Gesetzes werde zweifellos auch die Ausbildungsbereitschaft vieler Betriebe erhöhen. Melcher und Hinterleitner verweisen auf eine aktuelle Umfrage, wonach ein Teil der Lehrbetriebe die Lehrlingsausbildung wegen zu vieler bürokratischer Hemmnisse nicht mehr weiterführen wollte. "Durch die Neuordnung kann die praktische Ausbildung sichergestellt und der gewünschte positive Anreiz für den einschlägigen Lehrstellenmarkt gesetzt werden".

Unverständlich sei die von der Gewerkschaft bisher vorgebrachte Ablehnung der Gesetzesnovelle. Ist es doch erwiesen, dass nur ein florierender Arbeitsmarkt bestehende Arbeitsplätze sichert und neue zu schaffen vermag. Auch handle es sich bei der Änderung der Lehrlings-Arbeitszeit nicht, wie behauptet wurde, um eine Verlängerung der Arbeitszeit für Lehrlinge, sondern nur um eine Verschiebung und Anpassung. Kein Lehrling werde deshalb künftig mehr arbeiten müssen, versichern die Tourismusvertreter. (hp)

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