Volksanwältin Krammer deckt auf: Zehn Jahre keine Pension weil Antrag nicht weitergeleitet wurde !

Wien (OTS) - An Volksanwältin Christa Krammer wenden sich immer wieder Menschen, die im Laufe ihres Erwerbslebens in verschiedenen
- meist europäischen Staaten - gearbeitet haben und dann bei den Sozialversicherungsanstalten unterschiedlicher Länder Anspruch auf eine Teilpension hätten. In diesen Fällen wäre eine reibungslose Kooperation zwischen den verschiedenen nationalen Pensionsversicherungsträgern wichtig. Krammer ortet hier aber Defizite. Vielfach dauern diese Verfahren zu lange oder es funktioniert der Informationsfluss zwischen den Versicherungsanstalten nicht optimal, so wie im Fall eines Altösterreichers, der in der Nachkriegszeit nach Schweden ausgewandert war. Der nunmehr 79-Jährige bekam 10 Jahre keine österreichische Pension, weil die schwedische Pensionsversicherung einen entsprechenden Antrag nicht nach Österreich weitergeleitet hatte. Volksanwältin Krammer konnte dem Mann in Kooperation mit
der Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter in Wien helfen.****

Der Mann hatte im Jahre 1986 in Schweden einen Antrag auf Alterspension nach schwedischen Rechtsvorschriften gestellt. Ab Feber 1986 wurde die Schwedische Pension zuerkannt. Erst im März 1996 nahm die zuständige schwedische Verbindungsstelle Kontakt mit der Pensionsversicherungsanstalt in Wien auf, die einen Pensionsanspruch nach österreichischem Recht zunächst ab April 1996 anerkannte.

Tatsächlich hätte die Pension aus Österreich ebenfalls bereits ab Feber 1986 gebührt. Dazu Krammer:" Im Schwedisch-Österreichischen Abkommen über Soziale Sicherheit ist der Grundsatz der Antragsgleichstellung verankert. Das bedeutet, ein
in Schweden gestellter Pensionsantrag gilt zugleich auch als
Antrag auf eine Pension nach österreichischem Recht und wäre daher von den Schweden unverzüglich an die Österreicher weiterzuleiten. Gerade das wurde im vorliegenden Fall unterlassen. In rechtlicher Hinsicht darf sich diese verzögerte Weiterleitung aber nicht zu Lasten des Pensionisten auswirken!"

Infolge des Einschreitens der Volksanwältin lenkte die Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter ein und zahlte die österreichische Teilpension rückwirkend ab 1. Feber 1986 nach.

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