"Kleine Zeitung" Kommentar: "Drei Weise" (von Hans Winkler)

Ausgabe vom 13.07.2000

Graz (OTS) - Luzius Wildhaber, der "unbestechliche Schweizer" vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ist seinem guten Ruf gerecht geworden. Er hat für den "Weisenrat", der die Lage in Österreich und die Entwicklung der Natur der FPÖ beurteilen soll, drei untadelige Männer ausgewählt. Man kann einigermassen sicher sein, dass sie ihre Aufgabe objektiv und unbestechlich erfüllen werden.

Da sie auch alle drei deutsch sprechen, können sie sich ein eigenes Bild von der Lage in unserem Land machen. Insofern hat Wildhaber also Österreich etwas Gutes getan.

Aber Wildhabers Aufgabe ist nun beendet. Der Partner unserer Regierung ist nicht mehr er, es sind die drei Weisen und ihre Auftraggeber.

Ob sie sich an Wildhabers Versprechen, den Bericht an die EU-Präsidentschaft so schnell wie irgend möglich zu erstellen, halten werden, ist ihre eigene Sache. An das "so schnell wie möglich" knüpft Wolfgang Schüssel die Hoffnung, ein Ausstieg aus den Sanktionen werde noch so rechtzeitig angekündigt, dass die Volksbefragung überflüssig wird.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die drei europäischen Weisen ihm diesen Gefallen tun werden, ist aber sehr gering. ****

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