Krenn: "Ich bin froh, dass Dialog tot ist."

Vorausmeldung zu NEWS 28/00 vom 13. Juli 2000

Wien (OTS) - In einem Interview in der morgen erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS äußert sich Bischof Kurt Krenn erleichtert darüber, dass der von Seiten des Kirchenvolks-Begehrens vor fünf Jahren eingeforderte Dialog nicht zustande gekommen ist. Krenn zu NEWS: "Ich bin froh, dass dieser Dialog faktisch tot ist. Es konnte ja auch gar nichts herauskommen, weil die Forderungen des Kirchenvolks-Begehrens schlicht unkatholisch sind."

In der Frage der Bischofsernennungen beharrt Krenn weiter auf das alleinige Recht des Vatikans. Er lehnt das Modell des Grazer Bischofs Weber ab, der bereits einen konkreten Wunsch über seine Nachfolge geäußert hat. Krenn: "Wir sind doch keine Großbauern, die langsam ihren Hof übergeben und sich ihren Hofknecht dafür heranziehen. Ich verpflichte mich schon heute vor ganz Österreich, auf die Wahl meines Nachfolgers keinen Einfluss zu nehmen. Das ist das Grundrecht des Papstes. Für die Kirche ist das Grund genug, dass nicht der eine den anderen Freund wählen kann." Über die Situation in der österrichischen Bischofskonferenz sagt Krenn: "Wir waren vorher viel einiger als man meinte und wir sind heute nicht so harmonisch wie man wiederum glaubt."

Im Widerspruch zu Wiens Kardinal Christoph Schönborn steht Krenn in Sachen EU-Volksbefragung. Krenn: "Das ist ostentative Demokratie. Ich werde wahrscheinlich teilnehmen, wenn die Fragen gut gestellt sind." Eine Empfehlung der Bischöfe lehnt er ab. Krenn: "Wir Bischöfe haben zuletzt nirgendwo Verhaltensweisen empfohlen, auch nicht bei der EU-Beitrittsabstimmung. Da haben wir sicher fast zu viel Sympathie für die EU gezeigt."

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