Trotz guter Konjunktur keine Entwarnung am Lehrstellenmarkt AK-Präsident Wipplinger fordert Maßnahmen für Jugendliche

Linz (AKO) Rund 900 Jugendliche in Oberösterreich werden nach Schätzungen der Arbeiterkammer heuer keine Lehrstelle finden. "Und das trotz aller Entlastungen und Förderungen für Unternehmer", kritisierte AK-Präsident Wipplinger beim heutigen Lehrlingsgipfel. Vor allem für Mädchen und behinderte Jugendliche müssen deshalb Angebote geschaffen werden.

Auf Bundesebene wird dieses Problem offenbar noch nicht erkannt. Neben massiven Verschlechterungen für Lehrlinge, die am 6. Juli im Parlament beschlossen wurden, wird die Bundesregierung auch keine zusätzlichen Mittel für Maßnahmen zur Verfügung stellen. Statt dessen will man mit einer Budgetreserve aus dem Vorjahr auskommen. "Angesichts der Lehrstellendefizite in Wien, Steiermark, Niederösterreich und Oberösterreich ein völlig unmögliches Vorhaben", so AK-Präsident Wipplinger.

Um die Situation der Jugendlichen in Oberösterreich zu verbessern, ist es deshalb notwendig, auf Landesebene Maßnahmen zu setzen. "Wir erwarten, dass das Land Oberösterreich anstelle der im Jugendausbildungsgesetz gestrichenen Stiftungen drei Pakete der modernen, international vorzeigbaren und erfolgreichen Ausbildung Triathlon ermöglicht", konkretisiert der AK-Präsident seine Forderung.

Für ein Paket, den Triathlon 3, liegt bereits eine finanzielle Zusage von Ex-Landeshauptmann-Stv. Leitl vor. "Wir erwarten, dass er auch in seiner neuen Rolle als Präsident der Wirtschaftskammer dazu steht und nicht zulässt, dass die Bundeswirtschaftskammer in Wien die Genehmigung durch den Wirtschaftsminister hintertreibt", so der AK-Präsident.

Mädchen und behinderte Jugendliche sind durch die Lehrstellenmisere in Oberösterreich besonders betroffen. AK und ÖGB wollen, dass für diese beiden Zielgruppen je ein Triathlon-Paket von rund 90 Plätzen angeboten wird: ein Mädchentriathlon 2000 mit Schwerpunkt Multimedia- und Internet-Qualifikation, und ein Benachteiligtentriathlon 2000 für jene Berufe, die von der Zielgruppe auch auf Dauer ausgeübt werden können.

"Zusammen mit einem Angebot an Lehrgängen in der Größenordnung von rund 500 Plätzen und der vereinbarten Produktionsschule könnten wir dafür sorgen, dass alle oberösterreichischen Jugendlichen im Herbst einen Ausbildungsplatz haben", so Wipplinger abschließend.

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