Internationaler Weltbevölkerungstag 11. Juli 2000 Fortsetzung zu OTS0215 vom 11. Juli 2000

Wien (OTS) - Seit 1960 ist die Wachstumsrate der Weltbevölkerung zwar auf 1,24% gesunken, aber bei einer Bevölkerung von über 6 Milliarden bedeutet das noch immer einen jährlichen Zuwachs von rund 77 Millionen. Langfristige Bevölkerungsprognosen der UNO zeigen drei Varianten des Wachstums, wenn man einen raschen, einen mittleren und einen langsamen Rückgang der durchschnittlichen Kinderzahlen annimmt. (Vgl. Grafik und OTS0215 vom 11.7.2000)

Auf fast zehn Milliarden Menschen wird die Weltbevölkerung nach der mittleren Variante bis 2150 anwachsen. Demnach würde sich die Weltbevölkerung dann ab 2200 bei etwas über zehn Milliarden stabilisieren.

Die größte Jugendgeneration wird Eltern
"Die bislang größte Jugendgeneration tritt heute ins Erwachsenenalter, von ihren Entscheidungen wird die zukünftige Entwicklung der Weltbevölkerung abhängen", meint Ulrike Plichta, Geschäftsführerin der Österreichische Stiftung für Weltbevölkerung und Internationale Zusammenarbeit (SWI) in Wien. "Wenn nämlich die durchschnittliche Kinderzahl weltweit bis zur Mitte des nächsten Jahrhunderts um die 2,6 Kinder pro Frau läge - also nur geringfügig höher als für die mittlere Variante angenommen - würde sich für 2150 eine Bevölkerungszahl von 24,8 Milliarden Menschen ergeben. Wenn die Kinderzahlen pro Frau in den nächsten fünf Jahrzehnten allerdings unter das Ersatzniveau fallen sollte - z.B. auf 1,6 Kinder pro Frau -würde die Bevölkerungszahl zur Mitte des 22. Jahrhunderts auf 3,2 Milliarden Menschen schrumpfen."

Veränderungen sagen die UN-Experten für die regionale Verteilung der Bevölkerung der Erde voraus. Der Anteil Afrikas an der Weltbevölkerung wird sich nach der mittleren Variante von 12 Prozent im Jahr 1995 auf 24 Prozent im Jahre 2150 verdoppeln.

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