Fahrschulen fordern mehr Fahrpraxis für Motorradfahrer

Henke: Gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung ist zu kurz - Appell an die verantwortlichen Politiker

Wien (PWK602) - Von Jänner bis April 2000 sind bereits 19 Motorradfahrer in den Tod gerast. Das bedeutet eine Steigerung von 90 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Bestand an Motorrädern in Österreich hat sich in den vergangenen fünf Jahren beinahe verdoppelt (1999: 263.000, 1994: 154.000) und damit einen historischen Höchststand erreicht.

Angesichts dieser Zahlen fordert der Fachverband der Fahrschulen Österreichs in einer Aussendung eine Intensivierung der Ausbildung. "Für das gefährlichste Fahrzeug sind laut Führerscheingesetz nur acht Fahrstunden vorgeschrieben. Wie die Unfallstatistik zeigt, ist das zu wenig, um dem Motorradfahrer die ausreichende Beherrschung seiner Maschine im Sinne der Verkehrssicherheit zu vermitteln", betont der Vorsteher des Fachverbandes der Fahrschulen Österreichs, Ing. Peter Henke.

"Wir fordern mindestens 12 Fahrstunden!", unterstreicht Henke. Weil vier Stunden am Übungsplatz für die Grundfahrübungen mit einem einspurigen Fahrzeug ein Minimum darstellen, bleiben lediglich vier Stunden für die Ausbildung im Fließverkehr übrig. "In diesen vier Stunden ist es einfach nicht möglich, Lehrinhalte wie richtiges Abstandhalten, Überholen, Einordnen usw. ausreichend zu vermitteln", betont Henke. Die häufigsten Unfallursachen sind die nicht angepasste Geschwindigkeit und die falsche Einschätzung von Gefahrensituationen. Gerade dann, wenn der Fahrlehrer mit Schulungen für das Vermeiden von Extremsituationen und das richtige Verhalten in Notsituationen beginnen könnte, sei die vorgeschriebene Ausbildungszeit zu Ende.

Die Experten der österreichischen Fahrschulen appellieren deshalb an den Gesetzgeber, die Bestimmungen für den A-Führerschein angesichts der steigenden Unfallzahlen dringend anzupassen. (hp)

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