Kautz: Wohnbauförderung: Grassers Kürzungspläne bedeuten massive Verteuerung des Wohnens

Frei finanzierter Wohnbau ohne Förderung um bis zu 100 Prozent teurer

St. Pölten, (SPI) - "Zu den Plänen von Finanzminister Grasser, die Wohnbauförderungsmittel für die Länder um 62 Prozent oder 15 Milliarden Schilling zu kürzen, kann es nur ein striktes ‚Nein‘ geben. Für NÖ würde dies bedeuten, dass wir statt rund 4,3 Milliarden Schilling jährlich nur mehr etwas mehr als 1,6 Milliarden Schilling reiner Förderungsmittel für den öffentlichen Wohnbau zur Verfügung hätten. Damit lassen sich weder die vielen ausstehenden Bauvorhaben finanzieren, noch ist es möglich, genügend günstigen Wohnraum bereitzustellen. Wohnen würde sich massive verteuern. Frei finanzierter Wohnbau ohne Förderungsmittel ist um bis zu 100 Prozent teurer als geförderter Wohnbau. Zahlen müssten die Mieter, für die sich die Wohnkosten massiv verteuern würden", kritisiert der Neukircher SP-LAbg. Bgm. Herbert Kautz die Pläne des FP-Finanzministers.****

Für viele Jungfamilien und junge Menschen würde sich damit der Traum von den eigenen vier Wänden nur mehr schwer finanzieren lassen, der Umzug in eine größere und komfortablere Wohnung für Familien mit Kinder wäre für viele unerreichbar weil unfinanzierbar. Grassers Kürzungspläne würden eine "Lahmlegung" des öffentlichen Wohnbaus in NÖ bedeuten. Im vergangen Jahr sind in NÖ in Summe rund 21.000 Wohneinheiten gefördert worden. Auch für das Jahr 2000 ist ein enormer Bedarf am Wohnbausektor zu erwarten. In den ersten 6 Monaten sind bereits mehr als 10.000 Wohneinheiten zur Förderung durch die öffentliche Hand vorgemerkt.

"Wohnen an sich muss grundsätzlich billiger werden und in Zukunft ist noch besser auf die Bedürfnisse der Wohnungsnutzer einzugehen. In diesem Zusammenhang ist im Besonderen auf die Bereitstellung von günstigem Wohnraum für die Jugend und Jungfamilien zu achten. Eine entsprechende Initiative, die sich "Junges Wohnen" nennt, ist von LR Fritz Knotzer bereits ins Leben gerufen worden. Auch Neunkirchen hat ihr Interesse bereits bekundet, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Deshalb kann es von Seiten Niederösterreich zu den Plänen Grassers nur ein striktes Nein geben.
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