Grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Unfällen bewiesen

Einwandfreie Versorgung garantiert

Bregenz (VLK) - Landeshauptmann Herbert Sausgruber nahm
heute, Dienstag, im Pressefoyer nach der Regierungssitzung zu
den Meldungen im Zusammenhang mit dem schweren Unfall gestern (Montag) im Pfändertunnel Stellung, dem zu Folge das
Unfallopfer nach Ravensburg geflogen werden musste, weil in Vorarlberg kein Akutbett frei war. Sausgruber: "Zwischen
Vorarlberg und Ravensburg besteht eine jahrelange gut funktionierende Kooperation bei der Akut-Behandlung von Unfallopfern, wenn das Schwerpunktkrankenhaus mit seiner Intensivstation ausgelastet ist und die Notwendigkeit einer neurochirurgischen Versorgung bei schweren Schädel-Hirn-Verletzungen besteht. Dadurch abzuleiten, dass die
Spitalplanung in Vorarlberg nicht funktioniert, ist eine
grobe Falschmeldung." ****

Das Beispiel Pfändertunnel-Unfall hat bei aller Tragik
gezeigt, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in medizinischen Notfällen einwandfrei funktioniert. Wie Gesundheitslandesrat Hans-Peter Bischof sagte, besteht für derartige Fälle ein Verbund mit dem Krankenhaus Ravensburg,
das eine hervorragende Neurochirurgie anbietet, wenn - so wie Landeshauptmann Sausgruber betonte - das
Schwerpunktkrankenhaus mit seiner Intensivstation ausgelastet
ist und die Notwendigkeit einer neurochirurgischen Versorgung
bei schweren Schädel-Hirn-Verletzungen besteht. In diesem Zusammenhang müsse auch klargestellt werden, so Landesrat
Bischof, dass ein Akutbett nichts mit einem Bett in einer Intensivstation zu tun hat und auch die Intensivbetten selbst verschiedene Schwerpunkte abdecken.

So bestanden zwar in der Intensivstation des
Landeskrankenhauses Bregenz zum Unfallzeitpunkt freie Bettenkapazitäten. Da aber beim Unfallopfer neben anderen
schweren Verletzungen ein Schädel-Hirn-Trauma diagnostiziert
wurde, war die Einlieferung in ein Krankenhaus mit einer Neurochirurgischen Abteilung notwendig. "Für so schwere
Unfälle mit Hirnverletzungen braucht eine Intensivstation
eine Leistungsbreite, die nur an Schwerpunkt-Krankenhäusern
mit Neurochirurgie vorgehalten werden kann", erklärte
Landesrat Bischof. Da die Intensivabteilung am LKH Feldkirch
durch schwere Unfälle in den letzten Tagen völlig ausgelastet
und kein Patient verlegungsfähig war, wurde vom
Flugrettungsarzt über die Rettungs- und Feurwehrleitstelle -
beide waren darüber informiert, dass in Feldkirch keine
freien Intensivbetten zur Verfügung standen - sofort und richtigerweise das Krankenhaus Ravensburg avisiert. Dort
wurde die Aufnahme des Patienten wie in solchen Fällen üblich unmittelbar zugesagt und der Patient nach wenigen Minuten
Flugzeit aufgenommen.

Auf Intensivmedizin liegt größtes Augenmerk

Der intensivmedizinischen Entwicklung wird in der
Vorarlberger Spitalplanung schon seit Jahren größtes
Augenmerk geschenkt, weil sich die Fortschritte in diesem
überaus wichtigen Segment der medizinischen Betreuung
unglaublich rasch und positiv vollziehen, erklärte Landesrat Hans-Peter Bischof. So wird im Herbst 2000 der neu gebaute Intensivtrakt am Schwerpunkt-Krankenhaus Feldkirch mit
integriertem Hubschrauber-Landeplatz eröffnet. Auch in der zukunftsorientierten Planung des Landeskrankenhauses Bregenz
ist ein eigenes Stockwerk des Neubaues für die
Intensivmedizin vorgesehen und wird Ende 2002 in Betrieb
gehen. In den Stadtspitälern sind ebenfalls intensive
Bemühungen und hohe Investitionen in den Intensivbereich vorgesehen, wodurch eine wesentliche Verdichtung des flächendeckenden Netzes auf einem sehr hohen Qualitätsniveau erreicht wird.
(hh/ug,nvl)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Redaktion/Chef vom Dienst
Tel.: 05574/511-20136
Fax: 05574/511-20190
Hotline: 0664 625 56 68 oder 625 56 67
email: presse@vlr.gv.at
http://www.vorarlberg.at

Landespressestelle Vorarlberg

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVL/NVL