Neue Studie belegt, dass die Verordnung des neueren Antipsychotikums Risperdal in der Schizophrenie-Fürsorge Millionen einsparen kann

Brüssel (ots-PRNewswire) - Die Behandlung von Schizophreniepatienten mit dem neueren Antipsychotikum Risperdal(r) (Risperidon) hat möglicherweise das Potential, weltweit Millionen Dollar im Budget des Gesundheitswesens einzusparen. Dies belegt eine bedeutende neue Studie, die auf dem Treffen des Collegiums Internationale Neuro-Psychopharmacologicum (CINP) in Belgien präsentiert wurde.

Die Studie bewertete die Kostenwirksamkeit (1.901 Patienten, 61 Zentren, 9 Länder) neuerer Behandlungsmethoden für Schizophrenie und zeigte, dass die Behandlung von Schizophreniepatienten mit Risperdal gegenüber Olanzapin zu einer Einsparung von 2,80 US-Dollar pro Patient und Tag führt (1). Dies entspricht einer Einsparung von 1.022 US-Dollar pro Patient und Jahr (2,80 Dollar x 365 Tage).

Schizophrenie ist eine verbreitete schwere Geisteskrankheit. Es wird geschätzt, dass weltweit jede 100. Person bis zum Alter von 45 Jahren Schizophrenie entwickeln wird, wobei Männer und Frauen dem gleichen Risiko unterliegen (2).

Dr. Koen Torfs, Leiter der Abteilung Health Economics and Outcomes Research von Janssen Pharmaceutica erklärte: "Wir wissen bereits, dass die neueren Medikamente gegen Schizophrenie kosteneffektiver sind und außerdem weniger Nebenwirkungen als ältere Medikamente haben, was die Patienten wiederum ermutigen kann, eine Langzeittherapie durchzuführen. Diese Studie erweitert jedoch unser Verständnis hinsichtlich der Kostenwirksamkeit neuerer Schizophrenietherapien und der möglichen Auswirkungen, die diese auf den Haushalt des Gesundheitswesens auf der ganzen Welt haben könnte, durch zusätzliches Wissen."

Studien, welche die Kostenwirksamkeit neuerer Schizophreniebehandlungen direkt vergleichen, sind für die Rechtfertigung zeitgemäßer Verordnungsentscheidungen unumgänglich. "Diese neuen Daten der RODOS-Studie (1) beantworten jetzt seit langem bestehende Fragen bezüglich der Unterschiede bei den Kosten und der Wirksamkeit dieser neuen Behandlungen. Zudem bieten sie Ärzten und Pflegediensteinrichtungen den Nachweis, den sie zur Sicherstellung einer kosteneffektiven Verordnung bei Schizophrenie benötigen", sagte Professor Siegfried Kasper MD, Professor und Vorsitzender der Klinischen Abteilung Allgemeine Psychiatrie, Universität Wien.

Das Ziel der RODOS-Studie (Risperidone Olanzapine Drug Outcomes Study in Schizophrenia, durchgeführt von der Janssen Research Foundation) war es, zwei neuere Schizophreniemedikamente, Risperdal und Olanzapin, in einem realen klinischen Umfeld zu vergleichen.

Die Studienergebnisse zeigten, dass die täglichen Kosten der untersuchten Medikation bei Olanzapin um 50 Prozent höher lagen als bei Risperdal (Durchschnitt 6,50 US-Dollar +/- 2,30 Dollar für Olanzapin gegenüber 3,70 US-Dollar +/- 1,90 Dollar für Risperdal, eine Einsparung bei Risperdal von 2,80 Dollar pro Patient und Tag). Dieser Beweis war in allen Ländern und Zentren konsistent und schlüssig (p <0,0001). Auch die Gesamtkosten für den Medikamentenverbrauch wiesen bei allen stationären Patienten deutliche Unterschiede auf (p <0,0001) und waren in der Olanzapin-Gruppe wesentlich höher als bei der Risperdal-Gruppe (Durchschnitt 297,5 US-Dollar +/- 301,10 Dollar bei Olanzapin gegenüber durchschnittlich 159,9 US-Dollar +/- 183,3 Dollar bei der Risperdal-Gruppe). Auch konnten die mit Risperdal behandelten Patienten früher entlassen werden als Patienten, die mit Olanzapin behandelt wurden. Dieses Ergebnis spiegelte sich in einem kürzeren Klinikaufenthalt der Risperdal-Patienten (durchschnittlich 43,6 Tage gegenüber 47,4 Tage) als der Olanzapin-Patienten wider.

Das ärztliche Personal möchte für seine Patienten stets die bestmöglichen Ergebnisse, doch müssen die Ärzte in der heutigen Situation des Gesundheitswesens mit immer weiteren Kürzungen der Mittel ihre Verschreibungsentscheidung rechtfertigen.

Die von der RODOS-Studie abgeleiteten Einsparungen pro Tag lassen sich in Anbetracht der starken Verbreitung der Schizophrenie, welche Menschen in allen Ländern, sozioökonomischen Gruppen und Kulturen befallen, weltweit in sehr große Zahlen hochrechnen (2). Es können Einsparungen von 7,5 Milliarden US-Dollar in Europa (Bevölkerung 729 Millionen (3) x 1/100 Patienten mit Schizophrenie x 1.022 Dollar pro Patient pro Jahr Einsparung), 3,1 Milliarden US-Dollar in Nordamerika (Bevölkerung 307 Millionen(3)), und 61 Milliarden US-Dollar pro Jahr auf der ganzen Welt (Bevölkerung 6 Milliarden(3)) abgeleitet werden, wenn man unterstellt, dass alle Schizophreniepatienten von der Olanzapin- auf die Risperdal-Therapie umgestellt werden.

"Die RODOS-Ergebnisse sind gute Nachrichten, weil eine bessere Behandlung der Schizophrenie die Last der Krankheit für die Patienten und ihre Familien verringern würde, ebenso wie die Kosten für die Budgets des Gesundheitswesens und der Gesellschaft allgemein. Dies hat bedeutende Auswirkungen auf das Verschreiben durch die Psychiater und Allgemeinmediziner auf der ganzen Welt", schlussfolgerte Professor Kasper.

Janssen Pharmaceutica hat seinen Sitz in Beerse, Belgien. Risperdal wird weltweit von Janssen-Cilag vertrieben. In der Europäischen Union (mit Ausnahme von Italien, Spanien und Finnland, wo es von Janssen-Cilag allein vertrieben wird), in Norwegen, in der Schweiz, in Brasilien und Argentinien wird es in Partnerschaft mit NV Organon vertrieben. Janssen Pharmaceutica ist seit 1961 ein Mitglied der Johnson & Johnson-Firmengruppe. Johnson & Johnson ist der größte und umfassendste Hersteller von Produkten der Gesundheitsfürsorge und beliefert pharmazeutische, industrielle und Verbrauchermärkte.

Anmerkungen für die Redakteure:

* Die RODOS-Studie zeigte tägliche Ersparungen von 2,80 US-Dollar pro Tag und Schizophreniepatient, dem Risperdal verabreicht wurde (6,50 US-Dollar für Olanzapin gegenüber 3,70 Dollar pro Patient, dem Risperdal verordnet wurde).

* Die Bevölkerungsstatistik der einzelnen Länder ist von der United Nations Population Division erhältlich. Bevölkerung in allen Ländern 1998.
Website: (http:/www.popin.org/pop1998/2.htm)

* Schizophrenie ist eine der verbreitetsten schweren Geisteskrankheiten und kann zu langfristiger chronischer Invalidität führen. Die Schizophrenie stellt eine große wirtschaftliche Belastung für die Gesellschaft dar. Die Schizophreniebehandlung macht in den USA etwa 2,5 Prozent, in Frankreich und den Niederlanden 2 Prozent und in Großbritannien 1,6 Prozent des jährlichen Gesundheitsbudgets aus.

Nachweise:

(1) "Risperidone and Olanzapine Drug Outcomes Study in Schizophrenia". Postrepräsentation im Collegium Internationale Neuro-Psychopharmacologicum, Brüssel, Belgien. 9.-13. Juli 2000.

(2) American Psychiatric Association. "Practice guidelines for the treatment of patients with schizophrenia". Beilage zu Am J Psychiatry 1997: 154; 4.

(3) Die Welt bei sechs Milliarden; Bevölkerung der Welt und ihrer größten Gebiete. The United Nations Population Division (Website:
http:ÖÖwww.popin.org/6billion/t02.htm).

ots Originaltext: Janssen Pharmaceutica
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