China-Delegation in Wien - Außenhandel mit Österreich nimmt zu

Die österreichischen Exporte nach China stiegen 1999 um 5,6 Prozent - Importe wachsen stärker

Wien (PWK599) - Der Außenhandel zwischen Österreich und der Volksrepublik China intensiviert sich. "1999 wuchsen die österreichischen Exporte nach China um 5,6 Prozent auf 5,4 Mrd Schilling an. Die Importe aus China legten 1999 wesentlich stärker, nämlich um 13,6 Prozent auf 12,6 Mrd Schilling zu. Und dieser Trend hält weiter an: im ersten Quartal 2000 stiegen die Importe erneut um 19,4 Prozent", berichtet der Fernost-Experte der Wirtschaftskammer Österreich, Karl Schmidt, anlässlich des aktuellen Besuchs einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation aus Peking in Wien.

Der bevorstehende Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation WTO sowie das starke Wirtschaftswachstum Chinas von über 7 Prozent dürften die Chancen für österreichische Lieferungen und Investitionen in die Volksrepublik erhöhen. Dabei komme den einzelnen Provinzen in China wachsende Bedeutung zu, erklärt Schmidt, da die Projektplanungen und Budgetentscheidungen mehr und mehr regional aufgeteilt werden. "Umso wichtiger ist es, den sich öffnenden Markt von insgesamt 1,3 Mrd Menschen durch Staats- und Wirtschaftsbesuche in beiden Richtungen sowie Messebeteiligungen auf Österreich und seine Stärken aufmerksam zu machen", betont Schmidt. Die Wirtschaftskammer Österreich wird daher heuer voraussichtlich 15 Gruppen-Beteiligungen bei Messen und Ausstellungen in China sowie 5 Wirtschaftsmissionen zu verschiedenen Schwerpunkt-Themen durchführen.

Die wichtigsten Exportwaren Österreichs nach China sind Maschinen und Anlagen, den größten Anstieg verzeichnete 1999 jedoch der Export von Holz sowie von Mess- und Prüfgeräten. Wesentlich sind auch die Lieferungen von Eisen- und Stahlprodukten, medizinischen und pharmazeutischen Erzeugnissen, Fahrzeugen sowie von Papier und Pappe.

Die Importe aus der Volksrepublik setzen sich aus Bekleidung und -Zubehör, Spielen, Sportgeräten, Nachrichtengeräten, elektrischen Maschinen, Koffer, Taschnerwaren, Schuhen sowie anorganischen Chemikalien zusammen. In den letzten Jahren importierte Österreich mehr als doppelt so viel nach China als an Waren ausgeführt werden konnte. Das Handelsbilanzdefizit mit China (ohne Hongkong) betrug 1999 7,2 Mrd Schilling.

Zur Zeit sind über 40 Produktionstöchter oder Joint-Ventures österreichischer Firmen sowie über 70 Repräsentanzbüros in China registriert. Weitere 55 österreichische Niederlassungen haben ihren Sitz in Hongkong und sind ebenfalls stark auf Festland-China ausgerichtet. (Ne)

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