KMSfB: Kulturpolitik mit dem Rotstift

Bundesländertheater: Budget-Geplänkel auf dem Rücken der Beschäftigten!

Wien (KMSfB/ÖGB). "Auch wenn Staatssekretär Morak sich schützend hinter (!) die Landestheater stellt: Es ist und bleibt ein frivoles Spiel um budgetäre und politische Kompetenzen, ausgetragen zwischen zwei überforderten Politikern auf dem Rücken Hunderter Beschäftigter", kritisiert die Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (KMSfB).++++

Einerseits weist der Staatssekretär den Finanzminister darauf hin, dass man mit der Streichung der Zuschüsse an die österreichischen Ländertheater (296 Mio. S) das Budget des Bundes nicht sanieren kann, anderseits ist sich laut Morak auch Grasser darüber im Klaren. "Warum streichen sie dann? Ist das nur Unfähigkeit oder purer Zynismus? Ist den Politikern nicht klar, dass es um die Zukunft vieler Beschäftigter geht?", fragt Ernst Körmer, Vorsitzender der Gewerkschaft KMSfB.

Will diese Bundesregierung nicht nur die rund 2.500 in den Länderbühnen Beschäftigten, sondern auch viele weitere Beschäftigte im zuliefernden Wirtschafts- sowie im Tourismusbereich, die bislang pünktlich ihre Steuern zahlen, wirklich arbeitslos machen? Vorsitzender Körmer: "Dies wäre eine Rechnung, die das Staatsbudget nur noch mehr belasten würde und daher jeder Österreicherin und jedem Österreicher unverständlich bleiben muss."

Dieser kulturelle Kahlschlag würde gut geführte Kultur- und Theaterstrukturen zerstören und das Ansehen Österreichs weit über seine Grenzen hinaus schädigen. (ew)

ÖGB, 11. Juli 2000
Nr. 613

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