LR Waibel: "Berufstechnikum" zur Nachahmung empfohlen

Gelungene Kooperation von Polytechnischer Schule und Berufsschule

Bregenz (VLK) - Vor fünf Jahren vereinbarten die
Polytechnische Schule und die Kaufmännische Berufsschule
Bregenz eine Schultypen übergreifende Zusammenarbeit. Im nun abgelaufenen Schuljahr haben erstmals Schüler aus diesem Schulversuch die Abschlussklasse der Berufsschule absolviert.
Die Amtsführende Präsidentin des Landesschulrates,
Landesrätin Eva Maria Waibel, betont die Wichtigkeit dieser Kooperation, "da die Absolventen des 'Berufstechnikums' eine
völlig neue Ausgangsposition für weitere Bildungsschritte
haben". ****

Die damaligen Direktoren Fritz Mattweber (PTS Bregenz) und
Armin Brunner (KBS Bregenz) erarbeiteten ein
praxisorientiertes Konzept für die Zusammenarbeit, das für
die Schüler einen interessanten Bildungsweg mit neuen
Perspektiven eröffnete. Ziel der Kooperation war es, leistungsfähige und leistungswillige Schüler der
Polytechnischen Schule mehr als bisher zu fordern und sie zu
guten Leistungen anzuspornen. Damit sollten für die
Wirtschaft noch bessere Fachkräfte ausgebildet werden. Um Doppelgleisigkeiten in der Ausbildung weitgehend zu vermeiden
und die knappe Unterrichtszeit effizienter zu nutzen, wurde
eine Abstimmung des Lehrstoffes beider Schultypen
durchgeführt.

Landesrätin Waibel: "Mit Einführung des Berufstechnikums
konnte die - vor Einführung der Berufsreifeprüfung noch
bestehende - Bildungssackgasse Berufsschule geöffnet werden."
Der Schulversuch Berufstechnikum für kaufmännische Lehrberufe
wird pro Schuljahr abwechselnd in Bregenz und Dornbirn
gestartet.

Die Eckpfeiler des Schulversuches

  • Teile des Berufsschullehrstoffes werden bereits in der Polytechnischen Schule unterrichtet.
  • Schüler der Polytechnischen Schule werden in einzelnen Gegenständen in der Berufsschule von Berufsschullehrern unterrichtet.
  • Im Gegenzug unterrichten Lehrpersonen der Polytechnischen Schule in der Berufsschule.
  • Der Lehrstoff der Berufsschule wird insbesondere in der Abschlussklasse um Inhalte erweitert, die zu höheren Qualifikationen führen können, z. B. im Bereich der Fremdsprachen.
  • Um das Erreichen der Fachhochschul- bzw. Hochschulreife zu ermöglichen, beteiligt sich die Berufsschule am Bildungs- Cluster "Initiative Berufsreifeprüfung". Diese ist eine vertikale Kooperation mit der Volkshochschule Bregenz bzw. der Handelsakademie Feldkirch.

Im abgelaufenen Schuljahr haben zum ersten Mal Schüler aus diesem Schulversuch die Berufsschule abgeschlossen. "Die
solide Vorbereitung im Rahmen des Berufstechnikums ermöglicht
es den jungen Menschen, exzellent vorbereitet einen höheren Bildungsweg, wie z.B. die Matura oder die Ausbildung zum Handelsassistenten in der Fachakademie, einzuschlagen",
erläutert Landesrätin Waibel.
(so/gw,nvl)

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