Neue Studien bieten Hoffnung für an Schizophrenie Erkrankte / XXII. CINP-Kongress (Collegium Internationale Neuropsychopharmacologicum)

Brüssel, Belgien (ots-PRNewswire) - Nach den neuesten Forschungsergebnissen, die bei dem diese Woche in Brüssel stattfindenden CINP-Treffen vorgestellt wurden, müssen die Vorteile einer antipsychotischen Behandlung nicht von einer Unzahl verheerender Arzneimittel-Nebenwirkungen überschattet werden. Häufig mit einer antipsychotischen Behandlung verbundene Nebenwirkungen wie unkontrollierte motorische Störungen (extrapyramidale Nebenwirkungen oder EPN), Gewichtszunahme und sexuelle Probleme gelten weithin als der Hauptgrund, warum unter Schizophrenie leidende Personen ihre Medikamenteneinnahme einstellen und somit einen Rückschlag in ihrem Krankheitsbild riskieren.

Die neuen Daten, die aus einer Reihe von Studien stammen, gehen jedoch davon aus, dass die Einnahme des atypischen Antipsychotikums Seroquel (Quetiapin) bei einigen Patienten helfen kann, diese Nebenwirkungen zu minimieren oder gar ganz auszuschalten.

Martin Jones von Astra-Zeneca in Macclesfield, Großbritannien, untersuchte bei 427 Schizophrenie-Patienten über einen Zeitraum von 52 Wochen die langfristigen Auswirkungen der Seroquel-Behandlung auf das Gewicht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine langfristige Seroquel-Monotherapie zu minimalen Gewichtsveränderungen führt. Diese reichen von durchschnittlich + 1.78 kg bei Patienten, deren Gewicht 27-39 Wochen gemessen wurde, bis zu durchschnittlich - 1.47 kg bei Patienten, deren Gewicht 40 und 52 Wochen gemessen wurde. Aufgrund dieser Analyse ist die mit Seroquel verbundene Gewichtszunahme geringer als bei der Einnahme anderer, häufig verwendeter Antipsychotika, wovon einige mit einer Gewichtszunahme von über 4 kg in nur 10 Wochen Behandlung verbunden sind.

"Diese Ergebnisse sind wichtig, denn in der Praxis stellt sich bei einigen Patienten eine übermäßige Gewichtszunahme, die mit anderen häufig eingesetzten antipsychotischen Behandlungen verbunden ist, als problematische Nebenwirkung dar", bemerkte Dr. Andrew Gorman, der eng mit Dr. Jones zusammenarbeitete. "Gewichtszunahme als Nebenwirkung der Behandlung schadet nicht nur dem Selbstwertgefühl des Patienten, sondern kann auch allgemein die Gesundheit beeinträchtigen und steht möglicherweise in Beziehung zur Ausbildung einer Diabetes oder von Herzproblemen."

Zwischenergebnisse einer europaweiten Patientenstudie über die Auswirkung antipsychotischer Behandlung durch das Fördergruppennetzwerk EUFAMI *, welche im Herbst dieses Jahres zum Abschluss kommen soll, bestätigen, dass Nebenwirkungen in Gestalt einer Gewichtszunahme für die Patienten ein zunehmendes Problem darstellen. Von den 74% der überwachten Patienten, bei welchen es unter der Behandlung zu Nebenwirkungen kam, nannten 60% die Gewichtszunahme, die wiederum von 56% dieser Befragten als zu den am schwierigsten zu lösenden Problemen eingestuft wurde.

Eine zweite in dieser Woche vorgestellte Analyse, welche von Professor Rajiv Tandon vom Medizinischen Zentrum der Universität Michigan, Ann Arbor, USA, durchgeführt wurde, bestätigt ebenfalls, dass die Seroquel-Behandlung selbst bei den verordneten Höchstdosierungen nicht mehr extrapyramidale Nebenwirkungen (EPN) als Placebos verursacht.

"Wenn die Dosierungen eingenommen werden, die zur Behebung der Krankheitssymptome erforderlich sind, sind ältere herkömmliche antipsychotische Medikamente fast unweigerlich mit diesen verheerenden und gesellschaftlich abstoßenden Bewegungsnebenwirkungen wie Zittern, Gesichtsmuskelspasmen, Genick-, Nerven- oder Gesichtsverzerrungen usw. verbunden, die der Patient einfach nicht unter Kontrolle hat. Die Gruppe der neueren atypischen Antipsychotika hat einen Vorteil gegenüber älteren Medikamenten, da sie bei Dosierungen klinisch wirksam sein können, bei denen diese EPN-Nebenwirkungen nicht auftreten", so Professor Tandon. "Unsere Analyse zeigt jedoch, dass es bei vielen dieser atypischen Antipsychotika zu EPN-Nebenwirkungen kommt, wenn die Dosierung erhöht werden muss, um die Symptome wirksam zu bekämpfen. Bei Seroquel ist das anders. Wir haben festgestellt, dass Seroquel nicht mehr EPN als ein Placebo verursacht, selbst wenn die Dosierung auf die in der Praxis verordnete Höchstdosis gesteigert wird."

Die sexuellen und hormonellen Probleme, an welchen die an Schizophrenie Erkrankten leiden (sexuelle Funktionsstörung, Brustvergrößerung und "Milch"-Produktion sowohl bei Männern als auch bei Frauen sowie Menstruationsprobleme), stehen in Beziehung zu einem Anstieg des Hormons Prolaktin, wie er von vielen antipsychotischen Medikamenten verursacht wird. Eine neue, diese Woche vorgestellte, von Dr. Murasaki und Mitarbeitern durchgeführte Studie aus Japan, in der bei 197 Schizophrenie-Patienten Seroquel mit dem herkömmlichen antipsychotischen Haloperidol verglichen wird, kommt zu dem Ergebnis, dass Seroquel keine Auswirkung auf den Prolaktinspiegel hat.

"Das Abwägen des Nutzens einer antipsychotischen Behandlung gegen das Risiko von Nebenwirkungen für unsere Patienten ist eines der größten Probleme, denen wir heute gegenüberstehen", sagte Prof. Tandon. "Zusammengefasst belegen die Ergebnisse der vorgestellten Studien, dass Seroquel ein hervorragendes, gut verträgliches Medikament ist, das uns die Hoffnung gibt, dass wir jetzt die Symptome der Schizophrenie wirksam beheben und gleichzeitig das Risiko einiger der verheerendsten Nebenwirkungen minimieren können, die unsere Patienten in der Vergangenheit haben erdulden müssen, -und das sind wirklich gute Nachrichten."

Seroquel (Quetiapin) wird von Astra-Zeneca hergestellt und ist derzeit in über sechzig Ländern zugelassen, darunter in den USA, in Kanada, in Großbritannien, in vielen europäischen Ländern, in Südafrika sowie in Südamerika. Seroquel verfügt über eine breite Wirksamkeit bei der Behandlung von positiven, negativen, kognitiven und affektiven Symptomen der Schizophrenie und hat ein günstiges Verträglichkeitsprofil, wobei das Auftreten von EPN und der Anstieg des Prolaktinspiegels sich selbst bei der empfohlenen Höchstdosis nicht vom Placebo unterscheidet und sich das Gewicht nur minimal verändert.

AstraZeneca ist ein bedeutendes internationales Pharma-Unternehmen, das in der Forschung, der Entwicklung, der Herstellung und im Vertrieb von ethischen (rezeptpflichtigen) Medikamenten und im Bereich von Dienstleistungen für das Gesundheitswesen tätig ist. Es ist eines der fünf größten Pharma-Unternehmen der Welt mit einem Umsatz im Gesundheitssektor von über 15 Milliarden US$. Auch beim Umsatz von Medikamenten für den Magen-Darm-Bereich, die Onkologie, die Anästhesie einschließlich Schmerzbehandlung, den Herz-Kreislauf-Bereich sowie das Zentralnervensystem und die Atemwege hat es eine führende Position inne.

'Seroquel' ist ein geschütztes Warenzeichen von AstraZeneca.

EUFAMI (European Federation of Associations of Families of Mentally Ill People)

EUFAMI ist eine gemeinnützige Organisation, die danach strebt, die Qualität der Pflege und das Wohlergehen psychisch kranker Menschen sowie das Ausmaß der Unterstützung für deren pflegende Angehörige und Freunde zu verbessern, es Mitgliedsorganisationen zu ermöglichen, ihre Bemühungen zu vereinen und gemeinsam auf europäischer Ebene zu handeln sowie die Mitgliedsorganisationen in ihrem Bemühen um eine Verbesserung der mentalen Gesundheitsbedingungen in ihrem eigenen Umfeld zu stärken und zu unterstützen.

Quellenangaben

1. Westhead EK, Jones AM, Gorman AP. CINP 2000 (abs)

2. Allison DB et al. Am J Psychiatry 1999; 156: 1686-1696.

3. Tandon R. CINP 2000 (abs)

4. Murasaki M, Koyama T, Yagi G, Ushijima S, Kamijima K. CINP 2000 (abs)

ots Originaltext: AstraZeneca
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Oliver Rosenbauer, Shire Hall International, Tel: +44 (0)207 471 1512

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