RIchtiges Verhalten bei einer Panne kann Leben retten!

Nerven bewahren und zuerst Gefahrenstellen absichern, dann Hilfe holen - Nachtfahrer haben in den frühen Morgenstunden ihr Leistungstief - darum: passen Sie Geschwindigkeit und Abstand an Ihre Fahrtüchtigkeit an und gönnen Sie sich lebensrettende Pausen

Wien (OTS) - "Richtiges Verhalten bei einer Panne kann
lebensrettend sein", sagt KfV-Direktor Dr. Othmar Thann und weist auf das Risiko von Nachtfahrten hin: "Nachtfahrer sollten wissen, daß sie zwischen zwei und vier Uhr früh ihr Leistungstief erreichen und sich ihre Reaktionszeit enorm verlängern kann."

Tips für Nachtfahrer:

Darum gilt, noch dringender als zu anderen Tageszeiten: Passen Sie die Geschwindigkeit ihrer Fahrtüchtigkeit an. Hören Sie auf Ihre innere Uhr, wenn Sie zu müde zum Fahren sind, rasten Sie und erholen Sie sich, oder lassen Sie einen "frischen" Fahrer ans Steuer. Das Risiko, vor lauter Müdigkeit einen Unfall zu verursachen, ist zu groß.

So verhalten Sie sich bei einem Unfall bzw. einer Panne:

1. Gefahrenstelle sichern

  • Alarmblinkanlage einschalten.
  • Pannendreieck im richtigen Abstand aufstellen: bei Tempo 80/100 sind das ca. 150 m, bei 130 km/h ca. 250 m.

- Personen aus dem Gefahrenbereich bergen.

2. Hilfe holen

- Erst nachdem die Unfallstelle für nachkommende Fahrer abgesichert ist, holen Sie über die vorhandenen Alarmeinrichtungen, Notrufsäulen, Handy etc. Hilfe.

- Schildern Sie möglichst klar das Wesentliche und denken Sie an die fünf Ws: Was ist geschehen? Wo ist es geschehen? - Notrufsäulen geben den Standort automatisch an. Wieviele Verletzte gibt es und wie schwer sind die Verletzungen?

- Bei einer Panne/einem Unfall im Tunnel sind umgehend die Tunnelwarte zu informieren, die rettenden Institutionen werden vom Tunnelwart gerufen.

3. Hilfe leisten

  • Hindernisse möglichst schnell entfernen.
  • Erste Hilfe, sofern erforderlich, leisten. Wer nach bestem Wissen und Gewissen Erste Hilfe geleistet hat, ist grundsätzlich rechtlich abgesichert, auch wenn beim der Hilfeleistung ein Fehler unterläuft, bleiben Sie straffrei. Niemand kann wegen "falscher" Hilfeleistung bestraft werden.

Die Unfallzahlen der Vorwoche:

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 7 PKW-Insassen (davon 4 Lenker), 2 Motorrad-Fahrer (davon 2 Lenker), 1 Traktor-Lenker und 1 Radfahrer ihr Leben.Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (4), Vorrangverletzung (2) und Sonstige (1) festgestellt werden. Bei 3 Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 1 Radfahrer kam durch Fremdverschulden ums Leben. 5 der 10 Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang waren so genannte "Alleinunfälle". 2 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet.

Vom 1. Jänner bis zum 9. Juli dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 485 Verkehrstote, (30-Tages-Fristabgrenzung bis Ende Mai berücksichtigt), im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 540 Menschen tödlich.

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