AKNÖ-Präsident Staudinger: Pendlerpauschale und KM-Geld anheben!

Aktuelle Erhebung der AKNÖ zeigt historischen Höchststand bei Benzin- und Dieselpreise in Niederösterreich; 14 Milliarden Mehrbelastung für Pendler

Wien (OTS).- "Angesichts dieser Zahlen verlange ich einen Ausgleich für Pendler. Die Pendlerpauschale soll um mindestens 10 Prozent und das amtliche Kilometergeld um 30 Groschen angehoben werden." Das fordert der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich, Josef Staudinger, vor dem Hintergrund der aktuellen Benzinpreiserhebung der AKNÖ. Präsident Staudinger kritisiert, dass die Benzin- und Dieselpreise in Niederösterreich einen historischen Höchststand erreicht hätten, und schlägt vor, dass Finanzminister Grasser die Mehreinnahmen aus der Mehrwertsteuer auf Benzin (fast 2 Milliarden) an die Pendler weitergibt. Außerdem verlangt Staudinger, dass Wirtschaftsminister Bartenstein regelmäßig die Treibstoffpreise erheben und die 10 teuersten und billigsten Tankstellen je Bundesland veröffentlicht lässt.

Der AKNÖ-Präsident weiter: "Seit der letzten AKNÖ-Erhebung im März 2000 wurde nicht weniger als 7 Mal die vereinbarte 40 Groschen-Differenz zwischen dem EU-Preisniveau und den österreichischen Nettopreisen überschritten." Dadurch erreichen die österreichischen Treibstoffpreise das höchste Niveau seit Beginn des Preismonitoringsystems am 31. 3.1999. Der Nettopreis (ohne Steuern) ist seit dem 1.3.1999 bei Benzin um 2,56 Schilling (+81%) und bei Diesel um 1,91 Schilling (+66,7%) angestiegen. Dies bedeutet für die Autofahrer eine Mehrbelastung von 14 Milliarden Schilling jährlich. Das könne nicht länger akzeptiert werden.

Vor allem deshalb nicht, da den Pendler (mittlerweile hat fast jeder zweite Niederösterreicher seinen Arbeitsplatz in einem anderen Bezirk; jeder vierte pendelt nach Wien, der Großteil ist auf den eigenen PKW angewiesen) auf Grund verschiedener Maßnahmen der neuen Bundesregierung ohnehin schon Belastungen in Milliardenhöhe aufgeladen wurden.

Zur AKNÖ-Benzinpreiserhebung: Die Arbeiterkammer NÖ führte von 3.-5. Juli 2000 eine Benzinpreiserhebung bei 438 niederösterreichischen Tankstellen durch. Dabei kann nach wie vor ein klares Nord-Südgefälle festgestellt werden.

Die wichtigsten Ergebnisse:

Die Bezirke mit besonders überhöhten Preisen liegen im Wald- und Weinviertel (Gmünd, Waidhofen/Thaya, Zwettl und Horn). Aber auch die Bezirke St. Pölten Stadt, Krems, Lilienfeld und Hollabrunn verzeichneten hohe Preise.

Die Bezirke mit freundlicheren Preisen für die Autofahrer und Pendler sind verstreut auf das gesamte Bundesland (Amstetten, Gänserndorf, Neunkirchen, Wiener Neustadt-Bezirk, Scheibbs, Tulln). Ebenfalls günstige Treibstoffpreise gab es wieder in St. Pölten Land - im Unterschied zur Stadt St. Pölten -, was nach wie vor auf die vielen Diskonttankstellen dort zurückzuführen ist.

Generell ist festzuhalten, dass in Bezirken mit hoher Tankstellendichte und vielen Diskonttankstellen günstigere Preise zu beobachten sind als in Bezirken mit geringer Tankstellendichte und wenigen Diskonttankstellen. (Konkurrenz!)

Die Benzinsorte Super Plus schwankt zwischen 15,55 und 12,95 Schilling (Differenz 20%), Eurosuper zwischen 14,54 und 12,45 (16,8 %), Normalbenzin zwischen 14,10 und 12,25 (15,1%) und Diesel zwischen 11,45 und 9,75 (17,5%). Die Höchstpreise sind allerdings nur bei Autobahntankstellen zu finden.

Auf Initiative von Präsident Staudinger hin hat die AKNÖ vor mehr als einem Jahr eine kontinuierliche Preisbeobachtung am Treibstoffmarkt eingeführt. Wöchentlich werden die billigsten Tankstellen im Bundesland erhoben und auf der Homepage www.aknoe.at. veröffentlicht. Die Autofahrer können sich dort informieren, wo in ihrer Nähe sie am günstigsten tanken können.

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