Bittner: Waneck macht Schluß mit kostengünstigem Zahnersatz

Zahnambulatorien vor dem Aus. Sozial Schwachen wird leistbarer Zahnersatz genommen

Wien (OTS) - "Ich bin fassungslos mit welcher Kaltschnäuzigkeit
die Regierung die Standesinteressen ihres Wählerklientels über die Patienteninteressen und die Bedürfnisse der ,kleinen Leute' stellt" sagte der Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse Franz Bittner. Durch einen Abänderungsantrag in letzter Sekunde hat die Regierung am Mittwoch dafür gesorgt, daß die Patienten der Zahnambulatorien künftig einen Strafselbstbehalt zahlen müssen, die Patienten der niedergelassenen Zahnärzte jedoch nicht. "Staatssekretär Waneck weiß genau, daß er den Zahnambulatorien durch diese Ungleichbehandlung den Todesstoß versetzt" so Bittner weiter. "Er schafft den Zahnärzten damit die kostengünstigere Konkurrenz vom Hals. Verlierer sind die Patienten und die volkswirtschaftliche Vernunft im Gesundheitswesen. Gewinner sind die heimischen, die tschechischen und ungarischen Zahnärzte" sagte Bittner.

Fallkosten in Zahnambulatorien um ein Drittel billiger als bei Zahnärzten

Die Wiener Zahnambulatorien arbeiten um mehr als ein Drittel billiger als die niedergelassenen Zahnärzte. Und das ohne Quersubventionen, sondern unter Einrechnung aller anteiligen Kosten der Verwaltung. Eine Umleitung der Patientenströme weg von den Ambulatorien hin zu den privaten Zahnärzten verursacht daher eine eklatante Verteuerung des Gesundheitswesens in diesem Bereich.

Preise für Zahnersatz in Ambulatorien viel billiger

In den Zahnambulatorien wird der kostengünstigste Zahnersatz angeboten. Darum werden diese Ambulatorien besonders von sozial Schwachen, älteren Menschen und MigrantInnen frequentiert. Durch den einseitigen Strafselbstbehalt für Ambulatorien sollen so viele Patienten wie möglich abgeschreckt werden, um die Ambulatorien auszuhungern und in den finanziellen Ruin zu treiben. Auf der Strecke bleiben dabei die sozial schwachen Patienten, die dann keine kostengünstige Alternative zu den hochpreisigen Zahnärzten mehr haben und die Beschäftigten in unseren Gesundheitszentren.

Sozial Schwachen soll leistbares Angebot genommen werden

"Dem Herrn Staatssekretär Waneck ist es offensichtlich ein Dorn im Auge, daß die Zahnambulatorien immer wieder eine Preisbrecherfunktion zum Wohle der Patienten wahrgenommen haben. Am Beispiel der Zahnkronen ist das gut nachvollziehbar. Waneck sind die Eigeninteressen seines Standes wichtiger als das Wohl der Patienten oder die Interessen der ,kleinen Leute'" sagte Bittner.

Mit Waneck wurde der Bock zum Gärtner gemacht

"Die Bundesregierung, die Frau Bundesminister Sickl und ihr Staatssekretär entpuppen sich immer mehr als gesundheitspolitische Irrläufer, die nun in einem der besten Gesundheitssysteme der Welt rücksichtslos mit der Abrißbirne unterwegs sind. Ihre Devise lautet offenbar: Wie hole ich Geld aus den Taschen Kranker und Behandlungsbedürftger und leite es um auf die Konten der privaten Leistungsanbieter" schloss Bittner.

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