Ja zu Maßnahmen gegen Alk am Steuer

Allen Unkenrufen zum Trotz wirkt die 0,5 Promille Regelung und achschulungskurse zeigen Erfolge

Wien (OTS) - Auch wenn Maßnahmen im Zusammenhang mit Alkohol in einem trinkfreudigen Land wie Österreich unbeliebt sein mögen - wie heute in einer Aussendung behauptet wurde - ändert das nichts daran, daß sie notwendig und wirksam sind.

95% aller Unfälle sind auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen und Alkohol ist dabei Risikofaktor Nummer eins. Denn Alkohol verändert schon in geringen Mengen unser Reaktions- und Wahrnehmungsvermögen. Im Vorjahr verursachten Alkolenker 2.454 Unfälle mit 3.405 Verletzten und 93 Getöteten.

Nachschulung: 85% werden nicht mehr rückfällig!

Nach wie vor sind alkoholisierte Unfallbeteiligte meist zwischen 15 und 34 Jahre alt und männlich. Verkehrspsychologische Maßnahmen können keine W= under bewirken, aber sie unterstützen die Alkolenker, die ihren Alkoholkonsum ändern wollen. Eine Studie beweist, wie erfolgreich die verkehrspsychologischen Maßnahmen im Prozeß der Verhaltensänderung jedes Einzelnen sind: Das Rückfallrisiko wird gegenüber der Kontrollgruppe ohne Kurs halbiert. 85% werden nicht mehr rückfällig! Vor allem Ersttäter bestärken diese Maßnahmen, ihr Fahrverhalten in Zukunft zu ändern. Und notorische Alkolenker haben die Chance, früher geläutert zu werden.

Nachschulungen sind Chance zur Verhaltensänderung

Fahrer mit Alkoholproblemen bilden das Gros der Teilnehmer in der Nachschulung, aber auch Lenker mit Anpassungsschwierigkeiten im Verkehr, ältere Fahrer, deren Leistung eingeschränkt ist, Lenker mit gesundheitlichen Problemen können über die verkehrspsychologischen Maßnahmen mehr über das eigene Verhalten erfahren.

In Verkehrspsychologischen Verhaltenstrainings werden Strategien für rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr entwickelt.

O,5 Promille wirkt:

Das Gerücht, der 0,5-Promille-Grenzwert wäre nicht wirksam, macht die Runde. Laut einer aktuellen KfV-Studie sind Unfälle mit Personenschaden, die durch Alkohol am Steuer verursacht wurden, jedoch um 7,6% gesunken. Der Anteil der Alkohol-Unfälle an der Gesamtunfallzahl ist sogar um 9,4% gesunken. Um den positiven Effekt zu verstärken, fordert das KfV Bewußtseinsbildung durch Medienpräsenz und eine Erhöhung der Überwachungsdichte.

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