"Weg mit den Barrieren, frei Fahrt auf dem Informationshighway"

Gründung der Berufsgruppe Kabel-TV - Bergmann-Fiala legt Forderungskatalog vor - Aus für Paritätische Kommission?

Wien (PWK589) - "Die Umstrukturierung der
Kabelfernsehgesellschaften zu multimedialen Kommunikationsdienstleistern ist in vollem Gange. Bereits heute bieten 39 österreichische Kabel-TV-Unternehmen neben Radio- und Fernsehprogrammen breitbandiges high speed-Internet an und rund 70.000 Kunden telefonieren über die aufgerüsteten Kabel-TV-Netze," sagte heute, Freitag, Dr. Alfreda Bergmann-Fiala anlässlich der Gründung der Berufsgruppe Kabel-TV. Die Vorsteherin des Fachverbandes Telekommunikation und Rundfunk in der Wirtschaftskammer Österreich hob hervor, dass die österreichische Kabelbranche damit im internationalen Spitzenfeld der Telekommunikationsentwicklung liege. Die Kabelsteckdose sei der für die Kunden bequemste und qualitativ beste Zugang zu allen hochwertigen Konvergenzentwicklungen, die das Breitband als Verteilsystem brauchen.

Die österreichische Kabelbranche mit ihren 260 Unternehmen und über einer Million Kunden stehe einerseits im Infrastrukturbereich in vollem Wettbewerb mit der Satellitentechnologie und duelliert sich andererseits bei Diensten und Inhalten vor allem mit den neuen Services aller Telekommunikationsanbieter. Dieser hochkompetitive Markt versorgte 1999 allein in Westeuropa etwa 40 Millionen Kunden mit innovativen Angeboten am Sektor Telekommunikation und Medien.

"Eine unzeitgemäße Preisregulierung der Kabelgebühren durch die Paritätische Lohn- und Preiskommission - wie sie übrigens sonst nur noch für Heizöl und Diesel existiert - ist im freien Wettbewerb der Informationswirtschaft geradezu grotesk", plädierte Bergmann-Fiala für ein Abrücken von dieser überholten Methode zur Preisfindung.

Die österreichischen Kabelbetreiber fordern daher
+ endlich Autonomie bei der Preisgestaltung, das heißt die Zustimmung der Bundesarbeitskammer zur längst überfälligen Entlassung der Kabel-TV-Betreiber aus der Paritätischen Kommission,
+ eine faire Gleichstellung bei Urheberrechtsabgaben zwischen großen und kleinen Gemeinschaftsantennenanlagen durch das Streichen der 500er-Freigrenze im Urheberrecht. Diese Forderung wird übrigens auch von den betroffenen Künstlern immer wieder erhoben und
+ ein neues Verwertungsgesellschaftengesetz für das Zeitalter der Konvergenz, das dem Nutzer durch ein "one stop shop" die geregelte Abgeltung erleichtert und Rechtssicherheit garantiert sowie dem Urheber eine weit höhere Transparenz und Kontrolle über die Einnahmen ermöglicht.

Die österreichischen "Kabler" haben - im Gegensatz zu ihren deutschen Kollegen - nie Steuergeld erhalten oder danach verlangt. Die Forderung an die Sozialpartner und an den Staat bestehe einzig und allein darin, die Notwendigkeit der Beseitigung von veralteten Barrieren bürokratischer und gesetzlicher Natur anzuerkennen und im Sinne eines für jedermann frei befahrbaren österreichischen Info-Highways wegzuräumen, forderte die Fachverbandsvorsteherin abschließend. (hp)

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