Grüne lehnen Autobahnbau durch die Lobau ab

Wien, (OTS) Wien sei eine der wenigen Städte der Welt, die in ihrem Stadtgebiet einen Nationalpark haben, der sowohl der Naherholung als auch als ökologischen Refugium dient. Durch den Nationalpark Donau-Auen, konkret durch die Lobau, eine Autobahn zu bauen, werde daher von den Grünen strikt abgelehnt, erklärte Freitag GR Günther Kenesei in einem Pressegespräch. Die Diskussion um diese Frage sei in den letzten Tagen durch die Festlegung auf
den Bau der Südumfahrung noch spannender geworden, meinte Kenesei. Die Argumente der Befürworter lässt der Grüne Gemeinderat nicht gelten: Das Argument der Entlastung der Südosttangente habe sich erledigt, das hohe Verkehrsaufkommen durch die Oststaaten sei ausgeblieben und das dritte Argument, der zunehmende
Transitverkehr, werde durch aktuelle Zahlen aus dem Verkehrsministerium widerlegt.

Den Zahlen des Verkehrsministeriums zufolge, betrage der Transitanteil auf der Praterbrücke derzeit 200 LKW pro Tag. In den nächsten Jahren rechne man hier mit einer Verdoppelung, sprich 400 bis 500 LKW pro Tag. Keneseis Resümee: "Das werden wir auch ohne Lobauautobahn aushalten". Auch Teile der Wirtschaft, die von den Befürwortern immer ins Treffen geführt wird, seien gegen den Autobahnbau, weil damit der Urbane Teil der Stadt aussterbe und
die Zersiedelung des Stadtrandes weitergehe.

Die Grünen haben nun an über 20.000 Haushalten im betroffenen Bereich Informationsbroschüren mit ihrer Argumentation gesendet. Auf der Donauinsel und in der Lobau wird man die Bürger bei einem direkten Gespräch informieren. Schließlich verwies der Grüne Gemeinderat auch auf eine Untersuchung, die dem Planungsstadtrat vorliegt und zum Ergebnis kam, dass das Verkehrsaufkommen - auch
das prognostizierte - keinen Autobahnbau durch einen Nationalpark rechtfertigen. Die Devise der Grünen daher: "Hände weg von der Lobau". (Schluss) js/vo

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