Schloss Wilfersdorf wird "Liechtensteinzentrum"

3,6 Millionen Schilling Regionalförderung für EURO-FIT Projekt

St.Pölten (NLK) - Die NÖ Landesregierung hat am vergangenen Dienstag u.a. auch beschlossen, zur Finanzierung des EURO-FIT Projektes "Liechtensteinzentrum im Schloss Wilfersdorf" 3,57 Millionen Schilling aus Regionalförderungsmitteln zu genehmigen. Insgesamt sieht der Finanzierungsplan des bereits begonnenen Projektes Kosten von 11,94 Millionen Schilling vor, in die Regionalförderung sollen retroaktiv Strukturfondsmittel der EU eingebunden werden.

Ziel des Projektes ist die Stärkung des Tourismus in einer struktur- und entwicklungsschwachen Region durch die Einrichtung einer Dauerausstellung zum Thema "Liechtenstein", wofür zur Erweiterung der Sammlung Liechtenstein Leihgaben durch das Haus Liechtenstein in Aussicht gestellt werden. Als Themenschwerpunkte der Ausstellungen sind nach "Grenzen-los - Die Liechtensteinregion zwischen Thaya, March und Zaya" für 2000 in den Folgejahren "Die Garten- und Landschaftsarchitektur am Beispiel der Liechtensteiner" (2001), "Die Liechtensteiner und ihre Beziehung zu den Künstlern" (2002), "Die Liechtensteinschlösser in Mähren" (2003) und "Die historische Brünnerstraße - eine pulsierende Lebensader der Region" (2004) ins Auge gefasst.

Durch das EURO-FIT Projekt entsteht im Schloss, das im Eigentum der Stiftung Fürst Liechtenstein ist, die mit der Gemeinde Wilfersdorf einen Pachtvertrag über 40 Jahre abgeschlossen hat, ein Besucherinformationszentrum sowie eine Regionsvinothek. Darüber hinaus wird ein Veranstaltungssaal für bis zu 100 Personen für kulturelle Aktivitäten wie Lesungen, Konzerte, Feste etc. adaptiert. Im Schlosshof, dessen Außenanlagen ebenso renoviert werden wie die Fassade, können Freiluftveranstaltungen und Wochenendheurige abgehalten werden, auch ein Kinderspielplatz wird hier gestaltet. Im Keller schließlich soll ein Heuriger mit ca. 50 Sitzplätzen entstehen, der von Winzern der Region betrieben wird.

Schlussendlich könnte Schloss Wilfersdorf auch zum Zentrum einer geplanten "Liechtensteinstrasse" werden, welche die Vielzahl an Gutshöfen, Mühlen, Patronatskirchen, Pfarrhöfen, Ruinen, Bildstöcken, Gedenksteinen, Schlössern etc. miteinander vernetzt und touristisch vermarktet, die im östlichen Weinviertel als dem Stammgebiet der Liechtensteiner auf dieses Haus zurückgehen. Die erst später erworbenen mährischen Schlösser Valtice und Lednice weisen demgegenüber einen weit höheren Bekanntheitsgrad auf. Lednice etwa, 1997 in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO aufgenommen, zählt mit Palmenhaus und Parkanlage jährlich ca. 300.000 Besucher.

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